Mittwoch, 24. März 2010

Studie über Vorurteile gegenüber Minderheiten

Die Amadeu Antonio Stiftung veröffentlichte im November 2009 eine Studie die sich mit Vorurteilen gegenüber Minderheiten in Europa beschäftigt.

Die detaillierte Analyse von Vorurteilen gegenüber verschiedenen Gruppen zeigt (Auszug):
  • 50,4% der Europäer stimmen eher oder voll und ganz zu, dass es zu viele Einwanderer in ihrem Land gibt. Diese Aussage spiegelt eine generelle und blinde Ablehnung von Immigranten.
  •  24,4% nehmen an: „Juden haben zu viel Einfluss in [Land].“ Hier zeigt sich eine traditionelle Facette des Antisemitismus der antisemitische Konspirationsmythen widerspiegelt.
  •  54,4% der Europäer glauben, dass der Islam eine Religion der Intoleranz ist. Dies macht sichtbar, dass viele Europäer ein negatives Islambild teilen (und auch im Hinblick auf Muslime negative Einstellungen vertreten).
  •  Fast ein Drittel (31,3%) der Europäer stimmen eher oder voll und ganz zu, dass es eine natürliche Hierarchie zwischen "Schwarzen und Weißen“ gibt. Dies bedeutet, dass sie einer sehr offenen und direkten Form des Rassismus zustimmen, der den Glauben an eine ethnische Hierarchie durch scheinbar natürliche Unterschiede legitimiert. 
  •  Die Mehrheit der Europäer von 60,2% befürwortet traditionelle Geschlechterrollen, die u.a. in wirtschaftliche Ungleichheit der Geschlechter mündet, indem sie z.B. fordern: „Frauen sollten ihre Rolle als Ehefrau und Mutter ernster nehmen.“
  •  42,6% lehnen gleiche Rechte für Schwule und Lesben ab und beurteilen Homosexualität als „unmoralisch“.
  •   60,2% befürworten traditionelle Geschlechterrollen und stimmen eher oder voll und ganz derAussage zu: „Frauen sollten ihre Rolle als Ehefrau und Mutter ernster nehmen.“ 
  • 17,5% der Europäer stimmen der Aussage zu: „Wenn Arbeitsplätze knapp sind, sollten Männer mehr Recht auf einen Arbeitsplatz haben als Frauen.“ 
Abschließend beschäftigt sich die Studie noch mit der Frage nach den Ursachen
Hier gibt es die komplette Studie: Studie über Vorurteile gegenüber Minderheiten.pdf