Sonntag, 14. März 2010

Ahmadineschad und der Holocaust


Erstellt am 
25.09.09@16:27:45 vonAdminAusgabedatum:  25.09.09 @ 14:56:10

Wahrheit und Lüge-Ahmadineschad und der Holocust



Eklat bei der UN-Vollversammlung - Ahmadinedschad leugnet Holocaust

Am gestrigen Mittwochabend hat der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad bei der UN-Vollversammlung in New York für einen Eklat gesorgt. Er leugnete den Holocaust, beschimpfte und bedrohte Israel, woraufhin gleich mehrere Delegationen gemeinsam den Saal verließen.

So konnte man am 24.09.2009 bei europolitan.de und auch in diversen anderen Medien lesen.
Aber stimmt das auch?
Sehen wir uns mal an, was er tatsächlich sagte.
Hier ein Auszug aus der Rede:

<<Wie ist es möglich, dass die Verbrechen einiger Besatzer, die sie an wehrlosen Kindern und Frauen begehen und die Zerstörung von Häusern, Anbauflächen, Schulen und Krankenhäusern bedingungslose und vollständige Unterstützung einiger Regierungen erfahren, und die entrechteten Männer und Frauen wegen dem „Vergehen" ihr Haus und ihre Heimat verteidigt zu haben, den schwersten Blockaden und Sanktionen in Bezug auf Nahrung, Wasser- und Arzneimittelversorgung ausgesetzt sind und eine Generationsausrottung an ihnen verübt wird? Wie ist es möglich, dass sogar der Wiederaufbau ihrer Anlagen, welche während des barbarischen 22-tägigen Angriffes der Zionisten zerstört wurden, auch noch kurz vor Einbruch des Winters weiter verhindert wird, während gleichzeitig die Aggressoren und ihre Unterstützer Parolen über die Verteidigung der Menschenrechte ausrufen und unter diesem Vorwand die anderen unter Druck setzen?!

Es ist nicht hinzunehmen, dass eine absolute Minderheit mit Hilfe eines raffinierten internationalen Netzwerkes und unmenschlicher Pläne über die Wirtschaft, Politik und Kultur wichtiger Teile der Welt herrscht, eine moderne Sklaverei beginnt und das gesamte Ansehen der Völker, selbst der europäischen Nationen und der US-Bevölkerung für ihre rassistischen Interessen opfert. Es kann nicht akzeptiert werden, dass einige sich aus einer Entfernung von mehreren tausend Kilometern, im Nahen Osten militärisch einmischen und Mord, Krieg, Terror, Drohung und Übergriffe mitbringen, aber die Sensibilität der Völker in der Region hinsichtlich ihres Schicksals und der nationalen Sicherheit und ihr Protestruf hinsichtlich der Ungerechtigkeiten und der Angriffe und die Unterstützung für ihre Landsleute und ihre unterdrückten Glaubensbrüder als Anfeindung des Friedens und als Einmischung in die Angelegenheiten anderer betrachtet werden! Schauen Sie sich die Lage im Irak und Afghanistan an! Es geht nicht an, dass ein Land unter Heranziehung von Slogans über Terror- und Drogenbekämpfung militärisch beherrscht wird, während gleichzeitig die Drogenproduktion und das Ausmaß des Terrorismus um ein Vielfaches zunimmt und tausende Unschuldige unter der Bevölkerung getötet, verletzt oder obdachlos sowie infrastrukturelle Anlagen zerstört werden und die Sicherheit der Region in Gefahr gerät, die eigentlichen Urheber dieser ständigen Tragödien aber die anderen brandmarken. Es geht nicht, dass jemand Sprüche von Menschenliebe und Zusammenarbeit mit anderen Völkern von sich gibt, und gleichzeitig seine militärischen Stützpunkte in den verschiedenen Teilen der Welt, darunter in Lateinamerika ausbaut. Dies kann nicht so weiter gehen. Die expansionistischen und Menschen verachtenden Strategien lassen sich nicht mehr vorantreiben und das auch noch mit Militarismus. Die Philosophie der Gewalt und der Bedrohung hat noch viel schlimmere Folgen gehabt und massiv die bereits vorhandenen Probleme vermehrt. [...]

Es ist inakzeptabel, dass die UNO und der Sicherheitsrat, welcher alle Nationen und Regierungen vertreten und in dem Entscheidungen aufgrund der volksfreundlichsten und demokratischsten Methoden getroffen werden müssten, von einigen Staaten beherrscht werden und im Dienste deren Interessen und Wünsche stehen. Grundsätzlich ist in einer Welt, in der Denken, Kultur und die öffentliche Meinung bestimmen, die Beibehaltung dieser Situation ein Ding der Unmöglichkeit und der grundsätzliche Wandel ist eine Notwendigkeit, die nicht zu umgehen ist. Wir fordern die Herstellung einer neuen Ordnung auf der Welt!>>
Finden wir hier wirklich eine Leugnung des Holocaust?
Lesen wir nicht viel mehr eine Kritik an der kriegerischen Politik Amerikas und ihrer fürchterlichen Konsequenzen die auch andere Staaten-inkl.Deutschland- mit zu verantworten haben? Ahmadinedschad spielt-wie immer- das schlechte Gewissen der Politiker/Regierungen, das diese am liebsten in der Besenkammer einschließen möchten, damit es sie Nachts nicht um den Schlaf bringt.
Sicher möchten die Beteiligten am Krieg in Afghanistan nicht hören das Ungerechtigkeit, Verbrechen, die fürchterliche Lage des Volkes, Drogenanbau und Terrorismus schlimmer statt besser geworden sind. Schließlich sind unsere Soldaten dort um Demokratie zu bringen und den Terrorismus zu vernichten.
Natürlich verlassen jene den Saal, denen mal wieder ein Spiegel vorgehalten wurde.


Bereits im Oktober 2005 soll Ahmadinedschad gesagt haben:



»Israel muß von der Landkarte getilgt werden.«
Sehen wir uns seine damalige Rede an:

Das Thema dieser Konferenz ist ein sehr wichtiges. Denn viele streuen in diesem schweren Krieg der islamischen Welt gegen die Front der Ungläubigen die Saat der Verzweiflung und der Hoffnungslosigkeit - aus tiefstem Herzen wollen sie die islamische Welt aushöhlen. [...] Sie fragen: Ist es denn möglich, dass wir eine Welt ohne Amerika und Zionismus erleben können? Aber Ihr [Zuhörer], Ihr wisst am besten, dass es natürlich möglich ist, diese Parole und dieses Ziel umzusetzen [...].'


Als der liebe Imam [Khomeini] sagte, dass das Schahregime weg muss und wir eine Welt ohne abhängige Regierungen brauchen, fragten viele Menschen, die behaupteten, etwas von Politik oder ähnlichem zu verstehen: Kann das überhaupt gehen? Schließlich wurde das faulende Schahregime als Khomeini seine Bewegung begann von allen Mächten unterstützt [...]. Also sagten sie, dass es nicht möglich sei. Aber unsere Nation war standhaft und inzwischen leben wir seit 27 Jahren mit einer Regierung, die von Amerika unabhängig ist'.
Der Imam [Khomeini] erklärte: Die Vorherrschaft des Ostens [UdSSR] und des Westens [USA] muss ein Ende finden. Aber die schwachen Menschen, die lediglich ihre eigene kleine Welt vor Augen hatten, glaubten ihm nicht. Niemand glaubte, dass wir eines Tages Zeugen vom Zusammenbruch des östlichen Imperialismus werden würden und sie meinten, dass es sich um eine eiserne Herrschaft handele. Aber noch zu unseren Lebzeiten konnten wir sehen, wie diese Herrschaft in einer Weise zerfiel, zu der wir in den Bibliotheken nichts Vergleichbares finden können.'
Der Imam [Khomeini] sagte, dass Saddam gehen und schlimmsten Erniedrigungen ausgesetzt sein werde. Was sehen wir heute? Ein Mann, der vor 10 Jahren noch so stolz sprach, als würde er ewig leben, lebt heute in seinem eigenen Land mit Ketten an Händen und Füßen. Nun wird er von denjenigen verurteilt, mit deren Unterstützung er seine Verbrechen beging.'
Der Imam [Khomeini] sagte auch: Das Regime, das Jerusalem besetzt hält, muss aus den Geschichtsbüchern eliminiert werden. In diesem Satz steckt viel Weisheit. Das Palästina-Problem ist nichts, worüber man mit Kompromissen hinweggehen kann.'
Nichts wird von der Landkarte getilgt. Doch Ahmadineschad redet von Dingen die nach Meinung von "Fachleuten" zwar als unmöglich galten und doch möglich wurden. Vor allem sprach er von politischen Veränderungen.


Obwohl er bereits einleitend von einer Welt ohne Amerika und Zionismus sprach lautet der Vorwurf, er wolle Israel vernichten. Doch sprach er nicht von Israel, sondern vom Zionismus und er erwähnte auch Amerika, aber behauptet jemand er wolle Amerika von der Landkarte tilgen?
Immer wieder werden solche und ähnliche Behauptungen laut,doch spricht Ahmadinedschad nicht davon das es den Holocaust nicht gab, viel mehr kritisiert er den Umgang damit.


Quellen:
  http://www.europolitan.de/Politik/Welt/Eklat-bei-der-UN-Vollversammlung---Ahmadinedschad-leugnet-Holocaust/278,16566,0,0.html
http://german.irib.ir/index.php?option=com_content&view=article&id=27694:die-ansprache-des-iranischen-staatspraesidenten-vor-der-64-uno-vollversammlung-in-new-york-am-2392009&catid=95:beitraege



http://www.memri.de/uebersetzungen_analysen/2005_04_OND/iran_ahmadinejad_02_11_05.html