Sonntag, 25. Dezember 2011

Mal wieder die Medien

Auch wenn ich in letzter Zeit nicht zum posten kam, bleibt die Welt nicht stehen und manche Dinge ändern sich einfach nicht.
Hier mal wieder ein Beirag von Dawa-News.

Volksverdummung bei RP ONLINE über den Islam!

Dies soll ein Beispiel dafür sein, wie der Islam als Religion in den Medien entstellt und mit falschen Aussagen präsentiert wird. Der Beitrag der RP Online-Zeitung vom 24.12.2011 "Weltreligionen (6): Der Islam – ein junger Glaube" ist dabei so geschickt formuliert, dass der unkundige Leser den Eindruck erhält, er würde gut informiert werden. Tatsächlich aber handelt es sich um Täuschung, Unwahrheit und Manipulation! Die Irreführung fängt bereits beim Titel an:
"Der Islam – ein junger Glaube"
Der Titel ist missverständlich ausgedrückt und soll suggerieren, dass der Islam eine neue Religion ist, was auch später im Text gesagt wird! Das ist jedoch nicht der Fall! Der Islam ist eine Wiederbelebung und Neuformulierung der Religion Jesu und aller anderen Propheten wie z. B. Adam, Abraham, Noah, Isaak, Moses. Er bestätigt die Original-Thora und die Original-Bibel, er lehrt, dass diese Schriften im Laufe der Zeit verändert wurden und er wurde offenbart, um diese Verfälschungen zu korrigieren und Gottes Botschaft zu vervollkommnen.
Koran Kapitel 3, Verse 3+4:
"Er hat das Buch mit der Wahrheit auf dich (O Muhammad(SAW)) herabgesandt als Bestätigung dessen, was vor ihm war. Und Er hat die Thora und das Evangelium herabgesandt vordem als Rechtleitung für die Menschen, und Er hat (das Buch(Qur'an)) zur Unterscheidung herabgesandt."
 
"darüber, dass Judentum, Christentum und der Islam dieselben Wurzeln haben und dass Gott – AUCH WENN ER IM KORAN ALLAH HEIßT – derselbe Gott ist."
"AUCH WENN ER IM KORAN ALLAH HEIßT" . Nun, die Bibel wurde auch nicht auf Deutsch offenbart: In der  Sprache Jesu, Aramäisch, heißt Gott "ELAH".
 
Da der Koran auf Arabisch offenbart wurde, steht dort natürlich auch das arabische Wort für Gott, und das ist Allah! Es ist die Bezeichnung für den "Einen Gott" des Monotheismus und gilt für Juden, Christen und Muslime! Allah steht in der Arabischen Bibel und wird von arabischen Christen benutzt.
"Unter den monotheistischen Religionen ist der Islam die jüngste. Es war um 610 nach Christi Geburt, als ein 40-Jähriger namens Muhammad ibn Abdallah (das bedeutet "der Gepriesene" und "Sohn des Gottesknechtes") in seiner Heimatstadt Mekka mit einer neuen Botschaft in Erscheinung trat"
Diese Aussage ist nicht richtig, die Botschaft war keinesfalls neu. Erklärung siehe oben!
"Muhammad, der nur ein Mensch war und keine Wunder bewirkte"
Das ist falsch: Muhammad, Frieden und Segen auf ihm, war ein Gesandter und Prophet Gottes, der mit vielen Wundern gesegnet wurde. Das größte Wunder war ohne Zweifel der Koran. Andere Wunder und Zeichen seiner Wahrhaftigkeit sind u.a. Kenntnis des Verborgenen, Heilungswunder, Speise- und Wasserwunder, die Mondspaltung…
"Einige Texte Muhammads mögen schon zu Lebzeiten des Propheten niedergeschrieben worden sein, doch zu einem verbindlichen Kanon – vergleichbar mit der Bibel der Juden und Christen – wurde der Koran erst nach seinem Tod im Jahre 632."
Für den unwissenden Leser soll es hier so aussehen als ob es bei dem Koran ähnlich der Bibel eine Zusammenstellung von verschiedenen Schriftstücken gegeben hätte, doch der Unterschied zwischen Bibel und Koran könnte nicht größer sein! Der Koran stammt aus dem Mund einer einzigen Person, die rezitierte, was sie vom Engel Gabriel, übermittelt von Gott, gehört hatte. Die "Texte" Gottes (nicht Muhammads!), wurden bereits zu seiner Lebzeit wortwörtlich auswendig gelernt und aufgeschrieben und der Koran, der heute existiert, ist unverfälscht, Wort für Wort genauso erhalten wie vor mehr als 1400 Jahren. Er war von der ersten Offenbarung an verbindlich.
Im Gegensatz dazu die Bibel: Sie ist eine Sammlung von Schriftstücken über die man sich bis heute nicht einig ist, was überhaupt zur Bibel gehört: Die evangelische Gesamtbibel umfasst 66 Bücher, die katholische hingegen 73 Bücher. Auch ist die Herkunft und Frage der Autoren oftmals nicht geklärt!
"Doch diese auch militärischen Erfolge können nicht darüber hinwegtäuschen, dass es innerhalb des Islam schon früh – bereits im 8. und 9. Jahrhundert – verschiedene Denkschulen und Glaubensrichtungen gab. In diesem Sinne gibt es den einen Islam nicht, so wie es beispielsweise "das" Christentum gibt."
Genau das Gegenteil ist der Fall: ""Das" Christentum" gibt es nicht! Neben orthodoxen, katholischen und evangelischen Konfessionen, existieren verschiedenste andere Gruppen mit zahllosen Varianten der zentralen Elemente der christlichen Lehre.
Die Botschaft des Islams ist hingegen klar und eindeutig. Die Einheit Gottes ist die grundlegende Lehre, wie der Glaube an die Offenbarungen Gottes durch seine Propheten. Das Siegel dieser Propheten ist der Prophet Muhammad, Frieden und Segen auf ihm. Seine Lebensweise und die seiner Gefährten und die Generation danach sind der korrekte Weg. Es gibt nur diese eine gültige Glaubensrichtung, die seit mehr als 1400 Jahren unverfälschten Beweisquellen sind dabei der Koran und die authentischen Hadith-Bücher.
Was bestimmte "Denkschulen" angeht, so haben diese keine Unterschiede in den Grundlagen des Islams, Meinungsverschiedenheiten gibt es lediglich in den Bereichen des Lebens, wie zum Beispiel die Länge des Bartes. Solche Meinungsunterschiede berühren jedoch nicht die Grundlagen des Glaubens. Was  "verschiedene Glaubensrichtungen und Denkschulen" allerdings mit "militärischen Erfolgen" zu tun haben, ist nicht nachzuvollziehen! Hier soll wohl einfach nur ein verbreitetes Vorurteil untermauert werden, nachdem der Islam mit Gewalt verbreitet wurde!
Es gibt Gruppen, die sich dem Islam zuschreiben, aber von der Original-Botschaft abgewichen sind. Diese Gruppen stellen jedoch nur einen kleinen Prozentsatz unter den Muslimen dar. Ungefähr 85 %, also die deutliche Mehrheit, sind sogenannte Sunniten.
"Freilich berufen sich alle Muslime auf den Koran; doch es gab und es gibt bis zum heutigen Tag sehr unterschiedliche Auffassungen darüber, wie die Schrift eigentlich zu verstehen ist."
Auch dies stimmt nicht! Der Koran kann nicht nach eigenem Interesse und Empfinden ausgelegt werden. Viele Verse sind ohnehin eindeutig und somit unmissverständlich. Einige andere Verse werden in anerkannten Koranerklärungen (Tafsir) erläutert. Die Erklärungen von bekannten und vertrauenswürdigen islamischen Gelehrten sind inhaltlich meist fast gleich und unterscheiden sich nicht in Glaubensgrundlagen.

"Dieser Konflikt schwelt bis heute, mit immensen Folgen. Ist der Koran als das Wort des einen Gottes tatsächlich für alle Zeiten gültig, und zwar wortwörtlich? Oder müssen viele Texte nicht vielmehr aus dem historischen Kontext ihrer Entstehung heraus, also des 7. Jahrhunderts, verstanden werden? Sozusagen als Worte Gottes an die Menschen von damals und als Antworten auf die Fragen der damaligen Zeit."

Einen Konflikt gibt es nur für Menschen, die die Botschaft des Islams ablehnen. Für jeden gläubigen Muslim ist der Koran wortwörtlich zu verstehen und auf alle Zeitperioden anwendbar. Einige Aussagen und Zitate beziehen sich in der Tat auf bestimmte geschichtliche Ereignisse, was aber aus dem Zuammenhang hervorgeht und auch im Tafsir erläutert wird. Die Gesetze, Verbote, Gebote sind jedoch ohne Zweifel für jede Zeit gültig.
"Sinnfällig wird dies besonders mit der Koranaussage über Nichtmuslime aus der berüchtigten Sure 2,191: "Kämpft gegen sie und tötet sie, wo immer ihr auf sie trefft, und vertreibt sie, von wo sie euch vertrieben haben!" Während Glaubensfanatiker darin eine göttliche Legitimation von Gewalt sehen…"
Berüchtigt ist nicht die Sure, sondern sind die Menschen, die den Vers aus dem Kapitel 2 des Korans regelmäßig ohne zu recherchieren bzw. bewußt zur Diffamierung des Islam benutzen wollen. Dieser aus dem Zusammenhang gerissener Vers wird lediglich von Nichtmuslimen, insbesondere von Islamgegnern, zitiert und in einem falschen Licht dargestellt. Kein "Glaubensfanatiker" stützt sich auf diesen Vers, da dieser eindeutig historisch einzuordnen ist.
"Wie, so fragt die renommierte Islam-Forscherin Gudrun Krämer, kann ein "historisch verorteter, in arabischer Sprache formulierter und an ein bestimmtes Publikum gerichteter Text für alle Orte und Zeiten gültig sein?""
Diese "renommierte Islam-Forscherin" scheint leider in ihrer Forschung kläglich gescheitert zu sein! Man fragt sich, ob sie überhaupt jemals eine einzige Seite des Korans gelesent hat! Folgende Verse und viele weitere belegen eindeutig, dass der Koran sich an die gesamte Menschheit richtet und dies für alle Zeiten bis zum Jüngsten Tag:
"Und Wir haben dich nur als Bringer froher Botschaft und Warner für alle Menschen entsandt;" (Koran 34:28)
“O ihr Menschen, der Gesandte ist nunmehr zu euch mit der Wahrheit von eurem Herrn gekommen; glaubt darum, das gereicht euch zum Guten.  Seid ihr aber ungläubig, dann ist Gottes, was in den Himmeln und was auf Erden ist, und Gott ist Allwissend, Allweise!” (Koran 4:170)
Wenn jemand vom Koran als "historische Verortung für ein bestimmtes Publikum" spricht, belegt das nicht nur seine Unkenntnis, sondern macht die Bezeichnung "Forscherin" in diesem Zusammenhang schlichtweg zu einem Witz! Der Koran spricht über alle Themen, die die Menschen zu jeder Zeit betreffen: Weisheit, Lehre, Gottesdienst, Geschäfte, Gesetze usw., aber das Hauptthema ist die Verbindung zwischen Gott und seinen Geschöpfen. Zur gleichen Zeit stellt er Richtlinien und detaillierte Lehren für eine gerechte Gesellschaft, gutes menschliches Benehmen und ein gerechtes Wirtschaftssystem auf.
"Fragen entstehen, die bedeutsam sind für das Leben der Muslime in westlichen Ländern, auch für den Frieden in der Welt: Vermittelt der Koran eine spirituelle, moralische Botschaft, oder ist er eine Gesetzesreligion, die streng das Leben des gläubigen Muslim regelt? Kann das islamische Gesetz der Scharia für den Gläubigen überall gelten?"
Der Islam ist sowohl das eine als auch das andere: Er ist nicht nur ein spiritueller Glaube und eine moralische Botschaft, sondern auch eine komplette Lebensweise mit Geboten und Verboten.
Die Scharia ist das allgemein gültige Gesetz für jeden Muslim. Sie regelt alle Lebensbereiche, dies wird allerdings oft missverstanden bzw. missverständlich dargestellt, denn die Scharia besteht nicht nur aus Körperstrafen – das macht nur einen kleinen Teil aus – und diese finden sowieso nur in einem islamischen Land Anwendung und somit spielt dieser Teil der Scharia für das Leben der Muslime in westlichen Ländern überhaupt keine Rolle. Muslime haben sich an die Gesetze des Landes zu halten, in dem sie leben. Inwiefern der "Weltfrieden" davon bedroht ist, erschließt sich nicht, wird wohl aber erwähnt, wie dies immer gern getan wird, um die angebliche Gefährlichkeit des Islam anzudeuten!
"Viele fundamentale Wertvorstellungen sind unvereinbar mit dem Grundgesetz – wie die Stellung der Frau, das Toleranzgebot, das Familienrecht, der Persönlichkeitsschutz, die Strafempfehlung."
Welche Werte als wichtig angesehen werden können und was überhaupt von Wert ist, ist keine empirische Frage und daher stets umstritten und hier auch irrelevant, da das Grundgesetz eine Art Hausordnung ist, an die sich alle Menschen dieses Landes – auch Muslime – zu halten haben. Warum diese Reizstichworte dennoch erwähnt werden – natürlich ohne eine genauere Definition und Erläuterung, wo denn der Konflikt überhaupt auftreten würde -  ist wohl um wieder einmal zu vermitteln, dass es zwangsläufig zu Problemen kommen müsse, wenn der Islam in Deutschland praktiziert würde. Des Weiteren gilt das Grundgesetz bei vielen Menschen als etwas fast "Heiliges", und somit sollen die islamischen Werte dem unwissenden Leser als etwas Minderwertiges dargestellt werden.
"Es ist sehr oft eine Minderheit – wie etwa die Salafisten –, die aber für viel Aufmerksamkeit sorgt und in westlichen Ländern regelmäßig zu Disputen animiert, über das Verhältnis von Tradition und Moderne nachzudenken, von Staat, Recht und Gesellschaft sowie von Identität, Moral und Religion."
Der Begriff "Salafisten" ist eine von Politik und Medien erfundene Bezeichnung. Es werden Muslime so betitelt, die ihre Religion offen praktizieren und leben. Von einer Minderheit kann man daher oft tatsächlich reden, besonders in den westlichen Ländern. Für "Aufmerksamkeit" sorgt somit der Islam als Religion, sobald er sichtbar wird! Diese sogenannten Salafisten sollen als eine besondere Gruppe/Sekte im Islam hingestellt werden, tatsächlich aber glauben sie nichts anderes als das, was der "normale" Islam lehrt!
"Ein gleiches Gottesbild existiert dennoch nicht. Denn Allah hat nie einen Sohn gehabt; "er hat sich kein Kind genommen", heißt es im Koran. Gott und Allah sind identisch. Gottvater aber existiert nur im Christen- und im Judentum."
Hiermit will man wohl Nähe zum Judentum zeigen, doch die Aussage ist völliger Blödsinn, denn auch im Judentum hat Gott keinen Sohn. Jesus wird nicht als Sohn Gottes angesehen, da ein Mensch nach jüdischer Auffassung nicht göttlich sein kann. Es sieht in ihm auch nicht den Messias, sondern einen religiösen bzw. politischen Aufrührer. Des Weiteren betrachten Juden die Kreuzigung Jesu, wie sie in den kanonisierten Evangelien berichtet wird, als zentralen Hintergrund für den christlichen Antijudaismus, und das wiederum als Wurzel des modernen Antisemitismus.Die Bezeichnung "Gottvater" steht für die erste Person der christlichen Trinität, die sowohl im Islam als auch im Judentum abgelehnt wird.
Wie der Islam verwirft auch das Judentum die Idee eines inkarnierten Gottes!
 Als Ergebnis, wie so oft, bleibt nur festzustellen:
Was man als Informationen wähnt, ist in Wahrheit Manipulation!

Quelle:http://www.rp-online.de/panorama/deutschland/der-islam-ein-junger-glaube-1.2641620

Und wer wissen will warum Juden und Muslime keinen "Gottvater" kennen, der kann hier zwei sehr gute Artikel dazu lesen:
Jesus Christus-Gottes Sohn?