Samstag, 1. Januar 2011

Bevor ich es vergesse:

Frohes neues Jahr

Tunesien und das Schweigen der Mainstream-Medien


Tunesien. 
Beliebtes Urlaubsland.
Was dort außerhalb der Touristenzentren passiert wird -wie auch bei andern begehrten Orten- gern verschwiegen. Auch von unseren Medien, die sonst kein Problem damit haben Belanglosigkeiten aus den kleinsten und/oder unbekanntesten Orten zu melden.
Würde es um den Iran gehen, hätten sich die Agenturen schon überschlagen und mit Mutmaßungen, so wie Falschinfos Radio, Fernsehen, Zeitungen und Zeitschriften überflutet.
Im Fall von Tunesien ist dies nicht nötig, denn mit der tunesischen Regierung hat der Westen kein Problem.
Keine Probleme mit Öl oder anderen Bodenschätzen. Keine unterschiedlichen Wert- und Ethikvorstellungen.
Nein, man zieht am gleichen Strang, arbeitet Hand in Hand und so kann der Diktator diktieren und was immer auch passiert bleibt überwiegend ungesehen.
Doch wo man sich nicht auf die Mainstream-Medien verlassen kann, sind mal wieder die Blogger als
investigative Journalisten am Werk.
Mein-Parteibuch.com - Ein Internettagebuch mit Katzenbildern
brachte einen guten Artikel dazu:

Zur Revolte in Tunesien

von @ 10:50. abgelegt unter Medienmanipulation, Tunesien
Seitdem Zine el-Abidine Ben Ali am 07.11.1987 Habib Bourguiba, der so unanständige Dinge getan hat wie es der PLO zu erlauben, ihr Hauptquarter in Tunis aufzuschlagen, aus dem Amt geputscht hat, geht es Tunesien bestens. Tunesien ist zum boomenden neoliberalen Musterland in Nordafrika geworden.
Der durch die neoliberale Ordnung nach US-Vorbild und die schwere Arbeit der Familie Ben Ali angehäufte Wohlstand der Tunesier ist inzwischen so groß, dass nicht wenige Tunesier sogar auf den Müllkippen des Landes noch etwas Brauchbares finden. Während seine Frau Leila hart daran arbeitet, so viele Immobilien anzuhäufen wie einst Imelda Marcos Schuhe hatte und sein Schwiegersohn Sakhr El-Matri unablässig dabei ist, sich die materiellen Grundagen dazu zu verschaffen, das Erbe des Postens als US-Statthalter in Tunis von seinem Schwiegervater würdig übernehmen zu können, ist Zine el-Abidine Ben Ali selbst unablässig mit der Aufrechterhaltung der politischen Ordnung in Tunesien beschäftigt.
Zine el-Abidine Ben Ali weiß wie das geht. Die Ehefrau seines Außenministers Abdalwahab Abdallah hat er - wie aus Cable #08TUNIS568 hervorgeht - mit dem wichtigen Posten der Bank von Tunis betraut, kritische Internetseiten werden rigoros zensiert und unabhängige Zeitungen sind selbstverständlich genauso grundsätzlich verboten wie Demonstrationen.
Die Justiz in Tunesien arbeitet - wie die US-Botschaft in Cable #08TUNIS975 berichtet - gründlich, und ist offenbar bemüht, dafür zu sorgen, dass sich zwischen den zahreichen Menschen, die in Tunesien zu Gefängnisstrafen verurteilt werden, wenigstens ein paar Menschen befinden, die eventuell - wenn auch nicht die Mittel - so doch wenigstens die Intention gehabt haben könnten, die Verbrechen zu begehen, derentwegen sie eingesperrt werden. Damit die Menschen in Tunesien auch gehörig Angst vor Strafe haben, wird in tunesischen Gefängnissen selbstverständlich so gewohnheitsmäßig gefoltert, dass sowohl die USA und auch das rote Kreuz Angst haben, es könnte zuviel des Guten sein und, falls es mal international auffallen sollte, dem Ansehen der engen Beziehungen der USA zu Tunesien abträglich sein.
Kurzum, Tunesien ist ein typischer amerikanischer Traum in Nordafrika und deshalb sind die Beziehungen Tunesiens zu den USA, wie US-Botschafter Robert F. Godec seiner Außenministerin am 29.08.2008 im Scenesetter 08TUNIS962 mitteilte, “langandauernd exzellent”. Doch vor knapp zehn Tagen wurde die tunesische Idylle jäh gestört.
Der 26-jährige Akademiker Mohamed Bouazizi, der wie zahlreiche seiner Mitabsolventen keine andere Arbeit finden konnte, als auf der Straße Obst zu verkaufen, war so enttäuscht darüber, dass die für Sicherheit und Ordnung zuständige tunesische Polizei seine Waren wegen fehlender Papiere konfisziert hat, dass er sich auf der Straße mit Benzin übergossen und angezündet hat und ein weiterer junger Mann kletterte danach auf einen Strommast, rief “Nein zu Elend und Arbeitslosigkeit!” und beging durch einen Griff in die Stromleitung Suizid. Nun wären ein paar Tote junge Männer nichts, was die tunesische Regierung ärgern könnte, doch seitdem kommt es in ganz Tunesien immer wieder zu spontanen und unorganisierten Demonstrationen, die die tunesischen Sicherheitskräfte auch dadurch, dass sie hin und wieder einige der Demonstranten erschießen, immer noch nicht klein bekommen.
Hier sind ein paar Bilder von den letzten Tagen in Tunesien:


Um die guten Beziehungen zur Ben-Ali-Demokratie Tunesien nicht zu gefährden und - sicherlich auch - um den Deutschen den Spaß am Urlaub im neoliberalen Paradies Tunesien nicht zu verderben, haben freie deutsche Medien - dem gewohnten Standard deutscher Medien entsprechend - auf eine Berichterstattung über die Ereignisse und Verhältnisse in Tunesien weitestgehend verzichtet. Im Leitmedium Tagesschau.de, das seine Zwangsgebühren damit rechtfertigt, ein Leuchtturm in der Informationswüste zu sein, ist in den letzten Wochen nicht ein einziger Bericht über Tunesien erschienen.

Außer dem Parteibuch nahm sich anscheinend nur Nadia Shehadeh von Philibuster
dem Thema an.
Ihr Artikel findet sich unter der Überschrift

Tunesien steht auf

Montag, 20. Dezember 2010

Der Krieg gegen die Familie

IRIB hat einen schönen Artikel auf der Nachrichtenseite,den zu lesen ich jedem nur empfehlen kann.

Seit längerem  arbeiten  die vorherrschenden denkerischen, politischen und wirtschaftliche Richtungen im Westen sowie die dortigen Medien an der Schwächung der Grundlagen  der Familie.
Doch die Folgen dieser Entwicklung haben nun die westliche Gesellschaft selber heimgesucht und  eine Anzahl von westlichen Denkern machen die Wirtschafts- und Kulturpolitik im kapitalistischen System dafür verantwortlich. 
Der kanadische Autor William Gardner hat sich mit diesem Großangriff auf die Familie auseinandergesetzt. Er schreibt in seinem Buch The War against the Family – der Krieg gegen die Familie  - über die gesellschaftliche Situation in der westlichen Welt insbesondere in den USA und Kanada und geht den Ursachen der  Problemen nach.
In seinem Buch macht Gardner diejenigen westlichen Politiker am meisten für die Situation verantwortlich, welche aufgrund säkularer, humanistischer und feministischer Ansichten  die Familienmitglieder insbesondere  die junge Generation ins Visier genommen haben. Gardner schreibt: In Wahrheit wurde dieser Krieg schon seit langem von kleinen aber starken Gruppen gegen die wertvollste unserer gesellschaftlichen Einrichtungen in Gang gesetzt. Einige sind aktiv gegen die Familie tätig oder hetzen die Kinder gegen ihre Familien auf. Gardner ist der Überzeugung, dass  diese Art von Politikern die Familie als Sinnbild der Unterdrückung oder eine Art Gefängnisheim hinstellen und sie die Werte und die Aufgabe der Familie zerstören wollen. Er meint, wer das Reich der Familie verteidigen will, muss als erstes  die Hauptfeinde der Familie identifizieren  und Wege finden sich gegen sie zu wehren.
Aus der Sicht von Gardner besteht eine der heimtückischen Waffen des kapitalistischen Systems und der Radikalen darin nach Belieben die Familie neu zu definieren. Gardner  schreibt, dass das Bildungsministerium im kanadischen Staat Ontario die Familie wie folgt definiert:  „Eine soziale Einheit bestehend aus Personen die  miteinander  Beziehungen haben, bei der Sozialisierung voneinander eine Rolle spielen und sich den Einkommenserwerb teilen.  In dieser Definition wird nicht auf den Ehevertrag oder die Notwendigkeit des Vorhandenseins von Eheleuten und Kindern oder die Verpflichtungen, die aus der gesetzlichen Ehe für jedes Mitglied der Familie hervorgehen, gesprochen;  auch wird kein Wort über die Treue und Liebe zwischen Eheleuten, welches die wichtigsten Größen für die Festigung der Familie bilden, verloren. Diese Definition ist also  so weit gefasst ist, dass auch  Leute, die außerhalb des Ehegesetzes miteinander in Beziehung stehen mit einbezogen sind. 
Aus der Sicht der muslimischen Rechtswissenschaftler ist die Familie eine soziale Einheit die durch die Schließung des religionsrechtlichen und gesetzlichen Ehebündnisses zwischen dem Ehepaar und aufgrund einer gesetzlichen und emotionalen Beziehung zustande kommt.  Unter dieser Definition fällt auch das Zusammenleben des Ehepaares mit seinen Kindern.   Das wichtigste Ziel der Heirat ist im Islam die Liebe und Barmherzigkeit und die geistig-seelische Ruhe der Eheleute. In der Sure 30 spricht Gott im Vers 21:  Und zu Seinen Zeichen gehört, dass er euch aus euch selber Gattinnen geschaffen hat, damit ihr bei ihnen Ruhe findet.  Und er hat bewirkt dass ihr einander in Liebe und Erbarmen zugetan seid .. 
Die Ehe ist eine Art Übung für den Selbstverzicht und eine erfolgreiche Familie ist eine Familie, deren Mitglieder an das Wohl voneinander denken und Verantwortung spüren, sich für die Entfaltung und das Glück im Leben und in der Ewigkeit der anderen Familienmitglieder einzusetzen . Aus der Sicht des Islams ist die Ehe ein Faktor zur Erwiderung körperlicher und emotionaler, seelischer und spiritueller Bedürfnisse des Menschen . Er sieht in der Ehe und Familie die elementarste gesellschaftliche Einrichtung und Grundlage für die Entfaltung der menschlichen Kultur.
William Gardner verweist auf einige Untersuchungen in Europa und in den USA, die zeigen, dass es um die Familie derartig bestellt ist, dass das gemeinsame Leben ohne offizielle Ehelichung in der Praxis fast vollständig die offizielle Ehe verdrängt hat. Zum Beispiel ist die deutsche Regierung mit der Aufstellung eines Gesetzes für ein neues Familiensystem und eine neue Begriffsbildung beschäftigt. Hierbei sind nicht mehr die Heiratsurkunde, der gemeinsame Familienname und das Familienbuch  maßgebend für die Bildung einer Familie sondern wenn  zwei Personen eine Zeitlang jeden Morgen  gemeinsam am Frühstückstisch sitzen, zählen sie als Familie.  Daher sehen wir, dass in Deutschland jährlich die Heiratsstatistiken immer mehr sinken und die Scheidungsziffern immer höher klettern.
Inzwischen wird  heute in Deutschland  jede dritte Ehe wieder geschieden. Die westlichen Politiker versuchen heute, Frauen, die heiraten wollen, davon abzubringen. Frau Wendy Shellit, US-Schriftstellerin mit akademischen Abschluss in der Philosophie schreibt, in der Presse wurde empfohlen, dass eine Frau die heiraten wolle sich mit ihrem Hund vermählen sollte, denn nur der Hund sei ein Wesen, dass sie mehr lieben würde als sich selber. Gemäß den Statistiken von 2007 sind fast 93 Millionen Amerikaner über 18 Jahren in den USA unverheiratet.  Es ist auch in Europa ein Wandel hinsichtlich der Vorstellung von einer Familie im Gange. Zum Beispiel unter den 21- bis 44-jährigen in Frankreich leben ein Viertel der Frauen und 1 Drittel der Männer alleine. Sie ziehen illegitime Beziehungen einer Ehe vor. 
Gardner sieht in der Arbeit außerhalb des Hauses und ihrer Höhereinstufung hinsichtlich der häuslichen Arbeit  einen weiteren Faktor im Krieg gegen die Familie.  Er klagt, es würde behauptet, dass die Erledigung des Haushaltes  die Frau krank machen würde.  Gardner sagt, dass die Abwertung der  Arbeit im Haushalt und die übertriebene Aufwertung der Arbeit außer Hause und des Einkommens sogar dazu führen, dass das menschliche Familienleben von den finanziellen und materiellen Fragen am Arbeitsplatz verdrängt wird,  obwohl allen bekannt ist,  dass jede Mutter  Arbeit leistet und keine Leistung  so wichtig für die Gesellschaft ist, wie  die richtige Kindererziehung.
Gardner betrachtet auch die Verbreitung von Kinderkrippen- und Kindergärten als einen weiteren Schritt, der sich gegen die Familie richtet. Er meint, die Politiker im Westen wollen den Frauen ihre Verantwortung als Mutter rauben. Er meint, wenn allen kostenlos ein Platz im Kindergarten zur Verfügung gestellt wird, würde nicht mehr die Notwendigkeit einer natürlichen Familie verspürt und Frauen und Männer könnten besser miteinander wetteifern. Aber Pädagogen sagen, dass Hunderttausende Kinder nicht in geeigneten Kindergärten untergebracht werden und viele Kinder wegen der Berufstätigkeit ihrer Eltern zeitweilig alleine zu Hause verbringen. Circa 25 Prozent der Kinder, die alleine zu Hause bleiben, sind ernsthaft in Gefahr,  körperlich oder seelisch zu erkranken. William Gardner  ist der Überzeugung, dass Kindergärten keine Mutterliebe geben können.
Auch das Steuersystem beinhaltet  nach Ansicht Gardners  versteckte Angriffe auf die Familie. Die Gegner der Familie entwerfen eine Steuerpolitik,  in der die Gründung einer Familie  Steuernachteile bringt.  Außerdem halten  sie Hausbesitzer davon ab, ihre Wohnung an Ehepaare zu vermieten und üben durch Steuerpolitik doppelten finanziellen Druck auf Eheleute aus. In Kanada müssen Ehepaare mit Kindern normalerweise mehr Steuern bezahlen als unverheiratete Paare.  Außerdem versucht man  durch Subventionspolitik die Familien zu zerstören.
Gardner  ist der Ansicht, dass dieser Krieg gegen die Familie die Verdorbenheit auf der Welt verbreitet, die Scheidungen fördert und die Einzelerzieherfamilien zunehmen lässt. Ebenso gehen seiner Meinung nach immer mehr   moralische Werte verloren, nehmen schlimme Krankheiten wie Aids zu und steigt die Zahl der Abtreibungen.

Dienstag, 9. November 2010

Noch einmal Medien

Hier ist ein Zusammenschnitt mehrerer Videos die sich mit der Hetze gegen den Islam und Muslime durch Medien beschäftigen.

Mal wieder das Fernsehen

Und wieder sind sich die Öffentlich Rechtlichen nicht zu Schade um ordentlich zu hetzen und falsch zu informieren.
Der folgende Beitrag stammt von IRIB

 Berlin (farsnews) - Das staatliche deutsche Fernsehen schadet durch anti-islamische Programme dem Ansehen der Muslime.
 Laut Bericht von farsnews, welcher sich auf Al Alam beruft, hat die  ARD im Zusammenhang mit der Bekämpfung des Islams im Westen eine Beitragsreihe begonnen, die als Dokumentation hingestellt wird und in der die Bräuche der Muslime ins schlechte Licht gerückt werden, um auf diese Weise den Islam verzerrt darzustellen. Die Autoren dieser Beitragsreihe sind laut Al Alam der polnischstämmige Politikjournalist Henryk Broder  und der ägyptischstämmige Politikexperte Hamed Abdel Samad, beide ansässig in Deutschland. Die Al Alam verwies darauf, dass Broder schon seit langem den Islam anfeindet und die Verteidigung der Schmäh- Karikaturen in der dänischen Presse  im Zusammenhang mit dem Propheten des Islams (s.a.a.s.) mit Nachdruck unterstreicht. Unterdessen hat Hamed Abdel Samad  vor kurzem ein Buch mit dem Titel „Der Untergang  der Islamischen Welt“ herausgegeben.
Zuvor hat die Deutsche Welle in einem beleidigenden  anti-islamischen Beitrag , das Hidschab der Musliminen angegriffen und an der Anwesenheit von Muslimen in Deutschland Kritik geübt.
Sachverständige betrachten die Ausstrahlung von islamfeindlichen Beiträgen vom deutschen Fernsehen sowie  die jüngsten Äußerungen von deutschen Politikern, darunter dem  CSU-Vorsitzenden   Horst Seehofer hinsichtlich des Verbotes der Einwanderung von Muslimen nach  Deutschland und die Veröffentlichung des Buches von Thilo Sarrazin, Mitglied der SPD, als organisierte Maßnahmen zur Verstärkung der Islamanfeindung in Deutschland.
Die zunehmende Bekehrung zum Islam unter den jungen Menschen in Deutschland hat die politischen Führer in diesem Land hinsichtlich Ausbreitung des Islams offensichtlich in Besorgnis versetzt.