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Sonntag, 12. Februar 2012

Wie man Feinde schafft


Hier eine Rundmail die sehr schön zeigt wie Feinde "gemacht" werden.

As Salamu Aleikum!
Meine ehrenwerten Geschwister im Islam,
die Behörden mögen es gar nicht, wenn Muslime in die Öffentlichkeit treten um für den Islam zu werben. In den letzten 5 Jahren haben zig tausende von Menschen hier in Deutschland den Islam angenommen und es werden (Gelobt sei Allah) täglich mehr.
Genau aus diesem Grunde wird der Islam Weltweit bekämpft. Wenn die demokratischen Regeln nicht in Deutschland wären, würden die Behörden ganz offen gegen den Islam kämpfen.
Da die Behörden den Islam nicht offen bekämpfen können, haben Sie ganz bestimmte Methoden und Strategien entwickelt um den Islam zu bekämpfen. Denn eines muss man ganz klar sagen, die Behörden haben verstanden, dass der Islam derzeit die am schnellsten wachsende Religion der Welt ist und dies möchte man zu verhindern versuchen.
Zunächst einmal ist die Strategie, den Islam zu einem Islam zu machen, der kein Islam mehr ist! Man möchte den sogenannten; „Euro-Islam“.
Um dieses Ziel zu erreichen, braucht man Muslime, die diese Kampagne unterstützen. Um diese Muslime zu erreichen, muss man die Muslime zunächst einmal spalten. Man erschafft eine Art Feindbild, das sowohl Auswirkungen bei den Nichtmuslimen, als auch bei den Muslimen hat.
Dieses Feindbild braucht Namen und Gesichter!
Welche Gruppen von Muslimen eignen sich am besten um diese als Feindbild zu benutzen?
Die Behörden interessieren sich nicht für solche Muslime, von denen man nichts hört und nichts sieht, oder für diese, die ihre Religion weder praktizieren, noch für diesen werben. Die Behörden interessieren sich ausschließlich für jene Muslime, die ihre Religion konsequent praktizieren und für diesen werben.
Deshalb tauchen in dem Medien nur Gesichter und Namen auf, von Geschwistern, die in aller Öffentlichkeit predigen und den Islam verteidigen. Dabei fallen immer wieder Namen wie Beispielsweise; Pierre Vogel, Sven Lau, Hassan Dabbagh, Abu Anes, Ibrahim Abu Nagie, Thomas Göcke usw. auf.
Um diese genannten Menschen von den herkömmlichen Muslimen abzuspalten braucht man eine Methode. Zunächst wird allen aktiven Muslimen einen Namen gegeben. Dazu hat man den neuen Bgriff“,SALAFISTEN“ benutzt.
Nun wird dieser Begriff bei den Medien eingeschleust und immer mit negativen Berichterstattungen in Verbindung gebracht.
Anschließend geht man zu den Moschee-Verbänden und übt mit perversen Methoden Druck auf ihnen aus.
Man stellt ganz einfach Behauptungen auf, wie Beispielsweise; „Die Salafisten wollen die Scharia in Deutschland einführen und möchten Gesetze wie die Steinigung und das Handabhacken einführen“
Dann werden die Moschee-Verbände und Gemeinden befragt ob sie das wollen und ob sie die Salafisten dabei unterstützen wollen!
Natürlich werden die befragten sich davon distanzieren und letztlich werden sie sich auch von den sogenannten Salafisten distanzieren, da diese mit vielen lügnerischen Behauptungen belastet werden.
Die gleiche Methode wirkt auch bei unseren Mitmenschen, Nachbarn, Arbeitskollegen, Eltern, Freunden usw. Diese Herangehensweise hat sogar Auswirkungen bei unseren Geschwistern die nicht viel Wissen von der Religion haben und froh sind, dass sie grade so ihre Religion praktizieren können.
Die Behörden arbeiten auch an Aufklärungsmaterial das an Schulen und Universitäten eingesetzt wird, um den Islam zu bekämpfen.


Einschüchterungen der Behörden
Sobald uns eine Moschee zu einem Vortrag eingeladen hat und der geplante Vortrag öffentlich bekanntgegeben wird, kommen sofort die Behörden um die Moschee-Gemeinde einzuschüchtern. Sobald wir eine Halle oder eine zu mietende Räumlichkeit organisiert haben und die Behörden davon Wind bekommen, werden die Hallenbetreiber von den Behörden so sehr eingeschüchtert, dass diese den bestehenden Vertrag kündigen und uns wieder ausladen.
Aber von den Einschüchterungen sind nicht nur normale Mitbürger betroffen, sogar Politiker sind von solchen Attacken betroffen. So haben die Behörden in Frankfurt 3 Mal im Jahre 2011 keine Genehmigung für eine Kundgebung ausgestellt, obwohl es rechtlich keinen Grund dafür gab. Nachdem wir eine Einstweilige Verfügung beantragt hatten, haben wir 3 Mal vom Zuständigen Gericht kurzfristig doch noch die Genehmigungen erhalten.
Daran kann man erkennen, dass die Bürgermeister und die zuständigen Behörden, so sehr unter politischen Druck gesetzt werden, dass Sie aus lauter Angst ihren Stuhl zu verlieren, einfach das Grundrecht der Versammlungsfreiheit außer Kraft setzen um uns daran zu hindern, die geplanten Kundgebungen zu realisieren.
Wenn die Bürgermeister, bzw. die Städtischen Behörden keine Genehmigung gegeben haben, können sie auch nicht öffentlich zur Rechenschaft gezogen werden und vor allem können die Medien und die Anti-islamischen Stimmungsmacher nichts gegen diese Behörden sagen. (Schließlich haben sie sich ja gewehrt!)



Dawah Arbeit:
Nun möchte ich kurz auf die Wichtigkeit der Dawah Arbeit eingehen.
Wie viele von euch wissen, arbeite ich (Ibrahim Al Almani/Thomas Göcke) bereits seit 6 Jahren an der Seite von unserem ehrenwerten Bruder Pierre Vogel. Ich bin allerdings bereits seit insgesamt 10 Jahren in der Dawah Arbeit tätig.
Ich kann bezeugen, dass seit Anbeginn (2006) der Aktivitäten von Pierre Vogel, viele tausende Menschen den Islam angenommen haben und das eine undefinierbare Zahl von Muslimen angefangen haben, ihre Religion zu verstehen und zu praktizieren. Ich bekomme bis heute regelmäßig Emails von Geschwistern aus mit verschiedenem Migrationshintergrund, die sich bei uns für diese Arbeit bedanken, da sie erst durch die Vorträge in deutscher Sprache ihre Religion kennen gelernt haben und von nun an praktizieren.
Wir bekommen sehr viele Emails mit Lob, darunter sind auch einige Emails von Nichtmuslimen, die sich dafür bedanken, dass wir diese Arbeit machen.


Warum erzähle ich euch das?
Ich möchte euch darüber erzählen, damit ihr einen Eindruck darüber bekommt, wie wichtig diese Arbeit ist, da immer mehr Menschen sich für den Islam interessieren und letztlich auch annehmen. Viele sehen nur unsere Internetseite PierreVogel.de, aber die meisten bekommen nicht mit, was im Hintergrund passiert.
Abgesehen davon, dass bei uns regelmäßig Menschen anrufen um den Islam anzunehmen, bekommen wir auch viele Anrufe von Geschwistern mit Eheprobleme, Alkoholprobleme, oder mit Drogenprobleme usw.
Wir bekommen auch sehr viel Anrufe und Emails von Nichtmuslimen, die sehr viele Fragen über den Islam haben. Oder von Geschwistern die bei uns das Gebet oder die Rituelle Reinigung lernen.
Die vielen Videos die wir in den letzten 6 Jahren gedreht haben, befinden sich nicht nur auf unserer Internetseite, sondern auf vielen anderen Plattformen und tragen Al Hamdu li lah dazu bei, das sich immer mehr Menschen für den Islam interessieren.


Warum unsere Arbeit gefährdet ist!
Wie bereits in meinen ersten Zeilen beschrieben, schlafen die Behörden nicht. Man versucht ständig unsere Arbeit mit verschiedenen Methoden zu stoppen. Man hat uns beispielsweise im Jahre 2009, 2010 und 2012 unsere Internetseite komplett zerstört, wobei wir bis heute nicht nachhalten können wie das passieren konnte.
Da die Behörden wissen, dass unsere Arbeit von Geld abhängig ist, da wir laufende Kosten für Server, Internet, Domaine, Büro usw. haben, versucht man uns auch hier das Leben schwer zu machen. Ich habe im Jahre 2010 einen Verein gegründet um offiziell Spenden entgegennehmen zu können, damit wir unsere Unkosten abdecken können. Der Verein ist uns eine große Hilfe, jedoch hat der Verein keinen Wert, wenn wir nirgends ein Vereinskonto einrichten können.
Wir haben im Jahre 2010-2011 Vereinskonten gehabt, diese wurden uns allerdings ohne Kommentar gekündigt. Wir bekommen ohnehin nur sehr wenig Unterstützung von einigen Geschwistern, die einen Dauerauftrag eingerichtet haben und nun werden diese Konten einfach gekündigt.
Das bedeutet, dass die Behörden auch auf diese Weise versuchen, unsere Arbeit still zu legen. Wie bereits erwähnt, können die Behörden uns nicht offen bekämpfen, jedoch auf diese Weise werden wir aktiv bekämpft.
Ob, oder wie lange wir noch dazu in der Lage sind unsere Unkosten abdecken zu können, liegt an jedem einzelnen von euch. Denn ohne eure Hilfe werden wir unsere Rechnungen nicht zahlen können.
Du darfst niemals vergessen, dass es hierbei nicht um einzelne Personen oder Namen geht, ich schwöre euch, es geht einzig und allein nur um den Islam.
Vielleicht gefällt den einen oder anderen nicht unsere Art, wie wir Dawah machen, aber du darfst niemals vergessen, dass wir immer nur den Islam verkündet haben und nur über Allah und seinem Gesandten berichtet haben.
Sicherlich ist das Thema Spenden und Geld immer wieder ein Gesprächsthema, egal ob in der Moschee, einer Wohltätigkeitsveranstaltung, oder bei einer Dawah orientierten Gemeinschaft wie wir es sind. Aber leider gibt es heute nichts kostenlos und wenn wir uns bewegen wollen, ist dies immer mit Kosten verbunden.
Deshalb sind wir gezwungen Spenden anzunehmen und sind wirklich über jeden Dauerauftrag glücklich, der zu Gunsten unseres Kontos eingerichtet wird.
Wenn du auch einen Dauerauftrag einrichten möchtest, kannst du dich gerne bei uns melden, damit wir dir unsere neue Bankverbindung zukommen lassen können.
Haltet euch immer vor Augen, dass wir eines Tages vor Allah stehen werden um befragten zu werden. Wir möchten doch sagen können; „Allah, ich habe getan was ich konnte um deine Botschaft zu verbreiten!“
Meine edlen Geschwister, bitte last nicht locker und schwächelt nicht. Wir müssen gemeinsam unsere Religion verbreiten und verteidigen.
Zusammen sind wir stark!

Möge Allah uns festigen.AMIN
Euer Team von PierreVogel.de

Das System funktioniert ganz ähnlich wenn es um Länder,Politiker usw. geht.
Nicht alles glauben- unabhängig informieren

Samstag, 31. Dezember 2011

Und noch einmal Medien

Hier gibt es einen schönen Artikel darüber, wie mal wieder (oder immer noch- je nach Sichtweise) von den Medien gelogen und gehetzt wird.

Sonntag, 25. Dezember 2011

Mal wieder die Medien

Auch wenn ich in letzter Zeit nicht zum posten kam, bleibt die Welt nicht stehen und manche Dinge ändern sich einfach nicht.
Hier mal wieder ein Beirag von Dawa-News.

Volksverdummung bei RP ONLINE über den Islam!

Dies soll ein Beispiel dafür sein, wie der Islam als Religion in den Medien entstellt und mit falschen Aussagen präsentiert wird. Der Beitrag der RP Online-Zeitung vom 24.12.2011 "Weltreligionen (6): Der Islam – ein junger Glaube" ist dabei so geschickt formuliert, dass der unkundige Leser den Eindruck erhält, er würde gut informiert werden. Tatsächlich aber handelt es sich um Täuschung, Unwahrheit und Manipulation! Die Irreführung fängt bereits beim Titel an:
"Der Islam – ein junger Glaube"
Der Titel ist missverständlich ausgedrückt und soll suggerieren, dass der Islam eine neue Religion ist, was auch später im Text gesagt wird! Das ist jedoch nicht der Fall! Der Islam ist eine Wiederbelebung und Neuformulierung der Religion Jesu und aller anderen Propheten wie z. B. Adam, Abraham, Noah, Isaak, Moses. Er bestätigt die Original-Thora und die Original-Bibel, er lehrt, dass diese Schriften im Laufe der Zeit verändert wurden und er wurde offenbart, um diese Verfälschungen zu korrigieren und Gottes Botschaft zu vervollkommnen.
Koran Kapitel 3, Verse 3+4:
"Er hat das Buch mit der Wahrheit auf dich (O Muhammad(SAW)) herabgesandt als Bestätigung dessen, was vor ihm war. Und Er hat die Thora und das Evangelium herabgesandt vordem als Rechtleitung für die Menschen, und Er hat (das Buch(Qur'an)) zur Unterscheidung herabgesandt."
 
"darüber, dass Judentum, Christentum und der Islam dieselben Wurzeln haben und dass Gott – AUCH WENN ER IM KORAN ALLAH HEIßT – derselbe Gott ist."
"AUCH WENN ER IM KORAN ALLAH HEIßT" . Nun, die Bibel wurde auch nicht auf Deutsch offenbart: In der  Sprache Jesu, Aramäisch, heißt Gott "ELAH".
 
Da der Koran auf Arabisch offenbart wurde, steht dort natürlich auch das arabische Wort für Gott, und das ist Allah! Es ist die Bezeichnung für den "Einen Gott" des Monotheismus und gilt für Juden, Christen und Muslime! Allah steht in der Arabischen Bibel und wird von arabischen Christen benutzt.
"Unter den monotheistischen Religionen ist der Islam die jüngste. Es war um 610 nach Christi Geburt, als ein 40-Jähriger namens Muhammad ibn Abdallah (das bedeutet "der Gepriesene" und "Sohn des Gottesknechtes") in seiner Heimatstadt Mekka mit einer neuen Botschaft in Erscheinung trat"
Diese Aussage ist nicht richtig, die Botschaft war keinesfalls neu. Erklärung siehe oben!
"Muhammad, der nur ein Mensch war und keine Wunder bewirkte"
Das ist falsch: Muhammad, Frieden und Segen auf ihm, war ein Gesandter und Prophet Gottes, der mit vielen Wundern gesegnet wurde. Das größte Wunder war ohne Zweifel der Koran. Andere Wunder und Zeichen seiner Wahrhaftigkeit sind u.a. Kenntnis des Verborgenen, Heilungswunder, Speise- und Wasserwunder, die Mondspaltung…
"Einige Texte Muhammads mögen schon zu Lebzeiten des Propheten niedergeschrieben worden sein, doch zu einem verbindlichen Kanon – vergleichbar mit der Bibel der Juden und Christen – wurde der Koran erst nach seinem Tod im Jahre 632."
Für den unwissenden Leser soll es hier so aussehen als ob es bei dem Koran ähnlich der Bibel eine Zusammenstellung von verschiedenen Schriftstücken gegeben hätte, doch der Unterschied zwischen Bibel und Koran könnte nicht größer sein! Der Koran stammt aus dem Mund einer einzigen Person, die rezitierte, was sie vom Engel Gabriel, übermittelt von Gott, gehört hatte. Die "Texte" Gottes (nicht Muhammads!), wurden bereits zu seiner Lebzeit wortwörtlich auswendig gelernt und aufgeschrieben und der Koran, der heute existiert, ist unverfälscht, Wort für Wort genauso erhalten wie vor mehr als 1400 Jahren. Er war von der ersten Offenbarung an verbindlich.
Im Gegensatz dazu die Bibel: Sie ist eine Sammlung von Schriftstücken über die man sich bis heute nicht einig ist, was überhaupt zur Bibel gehört: Die evangelische Gesamtbibel umfasst 66 Bücher, die katholische hingegen 73 Bücher. Auch ist die Herkunft und Frage der Autoren oftmals nicht geklärt!
"Doch diese auch militärischen Erfolge können nicht darüber hinwegtäuschen, dass es innerhalb des Islam schon früh – bereits im 8. und 9. Jahrhundert – verschiedene Denkschulen und Glaubensrichtungen gab. In diesem Sinne gibt es den einen Islam nicht, so wie es beispielsweise "das" Christentum gibt."
Genau das Gegenteil ist der Fall: ""Das" Christentum" gibt es nicht! Neben orthodoxen, katholischen und evangelischen Konfessionen, existieren verschiedenste andere Gruppen mit zahllosen Varianten der zentralen Elemente der christlichen Lehre.
Die Botschaft des Islams ist hingegen klar und eindeutig. Die Einheit Gottes ist die grundlegende Lehre, wie der Glaube an die Offenbarungen Gottes durch seine Propheten. Das Siegel dieser Propheten ist der Prophet Muhammad, Frieden und Segen auf ihm. Seine Lebensweise und die seiner Gefährten und die Generation danach sind der korrekte Weg. Es gibt nur diese eine gültige Glaubensrichtung, die seit mehr als 1400 Jahren unverfälschten Beweisquellen sind dabei der Koran und die authentischen Hadith-Bücher.
Was bestimmte "Denkschulen" angeht, so haben diese keine Unterschiede in den Grundlagen des Islams, Meinungsverschiedenheiten gibt es lediglich in den Bereichen des Lebens, wie zum Beispiel die Länge des Bartes. Solche Meinungsunterschiede berühren jedoch nicht die Grundlagen des Glaubens. Was  "verschiedene Glaubensrichtungen und Denkschulen" allerdings mit "militärischen Erfolgen" zu tun haben, ist nicht nachzuvollziehen! Hier soll wohl einfach nur ein verbreitetes Vorurteil untermauert werden, nachdem der Islam mit Gewalt verbreitet wurde!
Es gibt Gruppen, die sich dem Islam zuschreiben, aber von der Original-Botschaft abgewichen sind. Diese Gruppen stellen jedoch nur einen kleinen Prozentsatz unter den Muslimen dar. Ungefähr 85 %, also die deutliche Mehrheit, sind sogenannte Sunniten.
"Freilich berufen sich alle Muslime auf den Koran; doch es gab und es gibt bis zum heutigen Tag sehr unterschiedliche Auffassungen darüber, wie die Schrift eigentlich zu verstehen ist."
Auch dies stimmt nicht! Der Koran kann nicht nach eigenem Interesse und Empfinden ausgelegt werden. Viele Verse sind ohnehin eindeutig und somit unmissverständlich. Einige andere Verse werden in anerkannten Koranerklärungen (Tafsir) erläutert. Die Erklärungen von bekannten und vertrauenswürdigen islamischen Gelehrten sind inhaltlich meist fast gleich und unterscheiden sich nicht in Glaubensgrundlagen.

"Dieser Konflikt schwelt bis heute, mit immensen Folgen. Ist der Koran als das Wort des einen Gottes tatsächlich für alle Zeiten gültig, und zwar wortwörtlich? Oder müssen viele Texte nicht vielmehr aus dem historischen Kontext ihrer Entstehung heraus, also des 7. Jahrhunderts, verstanden werden? Sozusagen als Worte Gottes an die Menschen von damals und als Antworten auf die Fragen der damaligen Zeit."

Einen Konflikt gibt es nur für Menschen, die die Botschaft des Islams ablehnen. Für jeden gläubigen Muslim ist der Koran wortwörtlich zu verstehen und auf alle Zeitperioden anwendbar. Einige Aussagen und Zitate beziehen sich in der Tat auf bestimmte geschichtliche Ereignisse, was aber aus dem Zuammenhang hervorgeht und auch im Tafsir erläutert wird. Die Gesetze, Verbote, Gebote sind jedoch ohne Zweifel für jede Zeit gültig.
"Sinnfällig wird dies besonders mit der Koranaussage über Nichtmuslime aus der berüchtigten Sure 2,191: "Kämpft gegen sie und tötet sie, wo immer ihr auf sie trefft, und vertreibt sie, von wo sie euch vertrieben haben!" Während Glaubensfanatiker darin eine göttliche Legitimation von Gewalt sehen…"
Berüchtigt ist nicht die Sure, sondern sind die Menschen, die den Vers aus dem Kapitel 2 des Korans regelmäßig ohne zu recherchieren bzw. bewußt zur Diffamierung des Islam benutzen wollen. Dieser aus dem Zusammenhang gerissener Vers wird lediglich von Nichtmuslimen, insbesondere von Islamgegnern, zitiert und in einem falschen Licht dargestellt. Kein "Glaubensfanatiker" stützt sich auf diesen Vers, da dieser eindeutig historisch einzuordnen ist.
"Wie, so fragt die renommierte Islam-Forscherin Gudrun Krämer, kann ein "historisch verorteter, in arabischer Sprache formulierter und an ein bestimmtes Publikum gerichteter Text für alle Orte und Zeiten gültig sein?""
Diese "renommierte Islam-Forscherin" scheint leider in ihrer Forschung kläglich gescheitert zu sein! Man fragt sich, ob sie überhaupt jemals eine einzige Seite des Korans gelesent hat! Folgende Verse und viele weitere belegen eindeutig, dass der Koran sich an die gesamte Menschheit richtet und dies für alle Zeiten bis zum Jüngsten Tag:
"Und Wir haben dich nur als Bringer froher Botschaft und Warner für alle Menschen entsandt;" (Koran 34:28)
“O ihr Menschen, der Gesandte ist nunmehr zu euch mit der Wahrheit von eurem Herrn gekommen; glaubt darum, das gereicht euch zum Guten.  Seid ihr aber ungläubig, dann ist Gottes, was in den Himmeln und was auf Erden ist, und Gott ist Allwissend, Allweise!” (Koran 4:170)
Wenn jemand vom Koran als "historische Verortung für ein bestimmtes Publikum" spricht, belegt das nicht nur seine Unkenntnis, sondern macht die Bezeichnung "Forscherin" in diesem Zusammenhang schlichtweg zu einem Witz! Der Koran spricht über alle Themen, die die Menschen zu jeder Zeit betreffen: Weisheit, Lehre, Gottesdienst, Geschäfte, Gesetze usw., aber das Hauptthema ist die Verbindung zwischen Gott und seinen Geschöpfen. Zur gleichen Zeit stellt er Richtlinien und detaillierte Lehren für eine gerechte Gesellschaft, gutes menschliches Benehmen und ein gerechtes Wirtschaftssystem auf.
"Fragen entstehen, die bedeutsam sind für das Leben der Muslime in westlichen Ländern, auch für den Frieden in der Welt: Vermittelt der Koran eine spirituelle, moralische Botschaft, oder ist er eine Gesetzesreligion, die streng das Leben des gläubigen Muslim regelt? Kann das islamische Gesetz der Scharia für den Gläubigen überall gelten?"
Der Islam ist sowohl das eine als auch das andere: Er ist nicht nur ein spiritueller Glaube und eine moralische Botschaft, sondern auch eine komplette Lebensweise mit Geboten und Verboten.
Die Scharia ist das allgemein gültige Gesetz für jeden Muslim. Sie regelt alle Lebensbereiche, dies wird allerdings oft missverstanden bzw. missverständlich dargestellt, denn die Scharia besteht nicht nur aus Körperstrafen – das macht nur einen kleinen Teil aus – und diese finden sowieso nur in einem islamischen Land Anwendung und somit spielt dieser Teil der Scharia für das Leben der Muslime in westlichen Ländern überhaupt keine Rolle. Muslime haben sich an die Gesetze des Landes zu halten, in dem sie leben. Inwiefern der "Weltfrieden" davon bedroht ist, erschließt sich nicht, wird wohl aber erwähnt, wie dies immer gern getan wird, um die angebliche Gefährlichkeit des Islam anzudeuten!
"Viele fundamentale Wertvorstellungen sind unvereinbar mit dem Grundgesetz – wie die Stellung der Frau, das Toleranzgebot, das Familienrecht, der Persönlichkeitsschutz, die Strafempfehlung."
Welche Werte als wichtig angesehen werden können und was überhaupt von Wert ist, ist keine empirische Frage und daher stets umstritten und hier auch irrelevant, da das Grundgesetz eine Art Hausordnung ist, an die sich alle Menschen dieses Landes – auch Muslime – zu halten haben. Warum diese Reizstichworte dennoch erwähnt werden – natürlich ohne eine genauere Definition und Erläuterung, wo denn der Konflikt überhaupt auftreten würde -  ist wohl um wieder einmal zu vermitteln, dass es zwangsläufig zu Problemen kommen müsse, wenn der Islam in Deutschland praktiziert würde. Des Weiteren gilt das Grundgesetz bei vielen Menschen als etwas fast "Heiliges", und somit sollen die islamischen Werte dem unwissenden Leser als etwas Minderwertiges dargestellt werden.
"Es ist sehr oft eine Minderheit – wie etwa die Salafisten –, die aber für viel Aufmerksamkeit sorgt und in westlichen Ländern regelmäßig zu Disputen animiert, über das Verhältnis von Tradition und Moderne nachzudenken, von Staat, Recht und Gesellschaft sowie von Identität, Moral und Religion."
Der Begriff "Salafisten" ist eine von Politik und Medien erfundene Bezeichnung. Es werden Muslime so betitelt, die ihre Religion offen praktizieren und leben. Von einer Minderheit kann man daher oft tatsächlich reden, besonders in den westlichen Ländern. Für "Aufmerksamkeit" sorgt somit der Islam als Religion, sobald er sichtbar wird! Diese sogenannten Salafisten sollen als eine besondere Gruppe/Sekte im Islam hingestellt werden, tatsächlich aber glauben sie nichts anderes als das, was der "normale" Islam lehrt!
"Ein gleiches Gottesbild existiert dennoch nicht. Denn Allah hat nie einen Sohn gehabt; "er hat sich kein Kind genommen", heißt es im Koran. Gott und Allah sind identisch. Gottvater aber existiert nur im Christen- und im Judentum."
Hiermit will man wohl Nähe zum Judentum zeigen, doch die Aussage ist völliger Blödsinn, denn auch im Judentum hat Gott keinen Sohn. Jesus wird nicht als Sohn Gottes angesehen, da ein Mensch nach jüdischer Auffassung nicht göttlich sein kann. Es sieht in ihm auch nicht den Messias, sondern einen religiösen bzw. politischen Aufrührer. Des Weiteren betrachten Juden die Kreuzigung Jesu, wie sie in den kanonisierten Evangelien berichtet wird, als zentralen Hintergrund für den christlichen Antijudaismus, und das wiederum als Wurzel des modernen Antisemitismus.Die Bezeichnung "Gottvater" steht für die erste Person der christlichen Trinität, die sowohl im Islam als auch im Judentum abgelehnt wird.
Wie der Islam verwirft auch das Judentum die Idee eines inkarnierten Gottes!
 Als Ergebnis, wie so oft, bleibt nur festzustellen:
Was man als Informationen wähnt, ist in Wahrheit Manipulation!

Quelle:http://www.rp-online.de/panorama/deutschland/der-islam-ein-junger-glaube-1.2641620

Und wer wissen will warum Juden und Muslime keinen "Gottvater" kennen, der kann hier zwei sehr gute Artikel dazu lesen:
Jesus Christus-Gottes Sohn?

Dienstag, 29. März 2011

Können wir die Bundesregierung mit dem Naziregim vergleichen?

Ein interessanter Vortrag von Pierre Vogel über die Parallelen der Hetze gegen Juden zur Nazizeit und der heutigen Hetze.

Dienstag, 9. November 2010

Noch einmal Medien

Hier ist ein Zusammenschnitt mehrerer Videos die sich mit der Hetze gegen den Islam und Muslime durch Medien beschäftigen.

Mal wieder das Fernsehen

Und wieder sind sich die Öffentlich Rechtlichen nicht zu Schade um ordentlich zu hetzen und falsch zu informieren.
Der folgende Beitrag stammt von IRIB

 Berlin (farsnews) - Das staatliche deutsche Fernsehen schadet durch anti-islamische Programme dem Ansehen der Muslime.
 Laut Bericht von farsnews, welcher sich auf Al Alam beruft, hat die  ARD im Zusammenhang mit der Bekämpfung des Islams im Westen eine Beitragsreihe begonnen, die als Dokumentation hingestellt wird und in der die Bräuche der Muslime ins schlechte Licht gerückt werden, um auf diese Weise den Islam verzerrt darzustellen. Die Autoren dieser Beitragsreihe sind laut Al Alam der polnischstämmige Politikjournalist Henryk Broder  und der ägyptischstämmige Politikexperte Hamed Abdel Samad, beide ansässig in Deutschland. Die Al Alam verwies darauf, dass Broder schon seit langem den Islam anfeindet und die Verteidigung der Schmäh- Karikaturen in der dänischen Presse  im Zusammenhang mit dem Propheten des Islams (s.a.a.s.) mit Nachdruck unterstreicht. Unterdessen hat Hamed Abdel Samad  vor kurzem ein Buch mit dem Titel „Der Untergang  der Islamischen Welt“ herausgegeben.
Zuvor hat die Deutsche Welle in einem beleidigenden  anti-islamischen Beitrag , das Hidschab der Musliminen angegriffen und an der Anwesenheit von Muslimen in Deutschland Kritik geübt.
Sachverständige betrachten die Ausstrahlung von islamfeindlichen Beiträgen vom deutschen Fernsehen sowie  die jüngsten Äußerungen von deutschen Politikern, darunter dem  CSU-Vorsitzenden   Horst Seehofer hinsichtlich des Verbotes der Einwanderung von Muslimen nach  Deutschland und die Veröffentlichung des Buches von Thilo Sarrazin, Mitglied der SPD, als organisierte Maßnahmen zur Verstärkung der Islamanfeindung in Deutschland.
Die zunehmende Bekehrung zum Islam unter den jungen Menschen in Deutschland hat die politischen Führer in diesem Land hinsichtlich Ausbreitung des Islams offensichtlich in Besorgnis versetzt. 

Montag, 6. September 2010

Wir wissen alles was wir über Muslime wissen müssen

 Ein schöner Beitrag und sehr aktuell von Freeman
SATIRE

Das Ehepaar Klaus und Jutta Kleinhirn aus Dummhausen haben bei einem Interview über ihre Einstellung zu Moslems gesagt, ihr beschränktes Wissen über die islamische Geschichte und Kultur, welches sie aus den Medien erfahren, reiche völlig aus um ihre Meinung über die gesamte muslimische Welt zu formen.

Sie sagten, sie hätten überhaupt kein Interesse sich einem breiteren Wissen über die islamische Zivilisation auszusetzen oder sich mit muslimischen Nachbarn zu unterhalten. Ihnen genüge es was so allgemein erzählt wird und respektable Vordenker wie Thilo Schwachsinn, Geert Wildsau und Henrik M. Bloeder an Aussagen über den Islam von sich geben. Sie bestätigten, deren polemische Rundumschläge würden als Basis für ihr Misstrauen gegenüber Mitglieder der zweitgrössten Religion der Welt ausreichen.

Ich habe alles was man über die Muslime wissen muss durch 9/11 gelernt,” sagte Klaus Kleinhirn, Bezug nehmend auf die 19 Attentäter, welche sich vor den Anschlägen wie typische strenggläubige Moslems in Stripklubs, Bars und Spielkasinos amüsierten, mit Geld um sich warfen und Alkohol dabei tranken. „Was muss ich mehr wissen, um Muslime als gewalttätige Radikale zu stigmatisieren?

Seine Frau bestätigte diese Meinung und sagte: “Schauen sie nur was sie mit den Frauen machen, zwingen sie Kopftücher zu tragen und ihren Körper ganz zu bedecken”. Auf die Frage warum sie selber gerade ein Kopftuch trägt und Hosen an hat, sagte sie, „das ist nur weil wir mit den Fahrädern unterwegs sind, ich meine Frisur nicht zerzaust haben will und ich es schrecklich finde wenn mir die Männer beim Pedaltreten unter den Rock schauen.

Das Ehepaar sagte, alles was sie über Muslime wissen müssen wissen sie. Sie steinigen ihre Frauen wegen Ehebruch, lassen sich in Madrassen zu Terroristen ausbilden und glauben an den Jihad, um damit die Tötung von Ungläubigen zu rechtfertigen. Dass die angeblichen 9/11 Terroristen ihre Anschläge in Deutschland und den USA vorbereitet haben und hauptsächlich saudische Staatsbürger waren, spielt in ihren Augen überhaupt keine Rolle, die Angriffskriege gegen Afghanistan und Irak seien trotzdem völlig gerechtfertigt.

Haben halt Tony Blair und George W. Bush etwas über die Kriegsgründe geflunkert, na und? Sie sind aber gläubige Christen und verteidigen das Abendland vor den islamischen Horden. Deshalb ist das schon in Ordnung. Ich verstehe gar nicht warum sie sich gegen unsere Soldaten in ihren Ländern wehren und Widerstand leisten,“ stellte Klaus Kleinhirn verwundert fest. „Schliesslich, wenn sie umgekehrt zu uns kommen, dann sind sie herzlich willkommen ... mhm, ich meine, eben nicht.“.

Auf den Hinweis, die Taliban, Hamas und Hisbollah hätten noch nie in Europa oder Amerika einen Terroranschlag verübt, entgegnete Jutta Kleinhirn: „Stimmt das wirklich? Ja, aber sie könnten und das zählt. Wir müssen präventiv handeln und sie bombardieren, bevor sie überhaupt auf den Gedanken kommen. Nur ein toter Indianer ist ein guter Indianer, haben schon die weissen Siedler in Amerika gesagt, wenn sie verstehen was ich meine.


Hier weiterlesen: Alles Schall und Rauch: Wir wissen alles was wir über Muslime wissen müssen http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2010/09/wir-wissen-alles-was-wir-uber-muslime.html?utm_source=feedburner&utm_medium=feed&utm_campaign=Feed%3A+SchallUndRauch+%28Schall+und+Rauch%29#ixzz0yjBCOZUj

Und gleich noch ein schöner Beitrag zu Sarazzin und Co hinterher.
Von SABINE SCHIFFER, 31. August 2010 -

Angesichts unser aller Vorgeschichte kann man sich nur wundern: Eine Wirtschaftskrise wiederbelebt den Antisemitismus und die rechtskonservativen Eliten sind froh, dass sich die Ressentiments der Bevölkerung auf eine bereits stigmatisierte Gruppe von Menschen umlenken lassen. 1874 traf es die Juden, 2008 trifft es noch eine sogenannte „jüdische Hochfinanz“, aber vor allem steht nun eine andere religiös markierte Gruppe im Fokus des Hasses. Nicht einmal das Faktum, dass ein Bundesbanker sich an die Spitze der antiislamischen Hetze in Deutschland stellt, scheint als entlarvendes Warnsignal über Ziel und Zweck der Strategie wirklich ernst genommen zu werden. Und historische Lektionen sind wohl in der sogenannten Bildungsreform verschütt gegangen.

Können wir uns das leisten? Wir als Deutsche? International betrachtet scheinen wir in guter Gesellschaft. In den USA benutzt eine rechtskonservative und christlich fundamentalistische Bewegung um Sarah Palin den lange geschürten Hass auf Islam und Muslime für ihre Kampagne gegen Barack Obama – wozu sie anlässlich der „Wiederherstellung der Ehre“-Kampagne auch noch Zeit und Ort des Gedenkens an Martin Luther King missbraucht. Während in Hiroshima kurze Zeit nach dem Atombombenabwurf eine christliche Kirche eröffnet wurde und bis heute eine Entschuldigung der USA für diese menschenverachtende Tat aussteht, ist es der rassistischen Tea Party-Bewegung um Sarah Palin gelungen, den Streit um ein islamisches Kulturzentrum in der Nähe von Ground Zero für ihre Zwecke auszunutzen und entsprechend hochzupuschen – Vergleiche von Opferzahlen verbieten sich hier wie anderswo! Dabei steht um die Ecke bereits eine Moschee und überhaupt fragt man nach dem Zusammenhang, denn wenn es darum gehen soll, wer wie viele Menschen auf dem Gewissen hat, stünden einige Kollektive in massiven Rechtsfertigungsnöten, wie Jean Ziegler, Joseph Stiglitz u.a. vorrechnen – wobei es ein Kollektivstrafrecht im Rechtsstaat ja eigentlich und vernünftigerweise gar nicht gibt.

Dass viele aber im 21. Jahrhundert immer noch so tun, als wäre nicht bekannt, dass hate speech zu hate crime führt, ist beunruhigend. Nun hat es in den USA einen muslimischen Taxifahrer erwischt, der knapp eine Messerattacke überlebte, im ganzen Land werden seit Monaten Moscheen angegriffen – von den durchsichtigen Kriegsrechtfertigungen für den Einsatz in Afghanistan ganz zu schweigen. In Deutschland werden kopftuchtragende Frauen Opfer von Anfeindungen, Moscheen werden attackiert, muslimische Gräberfelder verwüstet – wie jüdische Friedhöfe weiterhin. Während letzteres zumindest die Geschichtsbewussten auf den Plan bringt, scheinen die anderen „Einzelfälle“ bis hin zum Mord an Marwa El-Sherbini vor einem Jahr in Dresden weniger zu beunruhigen – von Regierungsseite gibt es nach wie vor keine Erklärungen, auch andere Stellen öffentlicher Empörung tun sich schwer mit der Anerkennung dieser neuen Form von Rassismus. Von Bekämpfung des Phänomens scheint man erst recht nichts wissen zu wollen. Eine Ausnahme stellt in Deutschland immer wieder der Zentralrat der Juden dar, aber in den USA ist die Anti-Defamation-League soeben in den Strudel des Islamhasses angesichts des Bauvorhabens in Süd-Manhattan eingetaucht. 
 

Montag, 19. Juli 2010

Nahost-Konflikt aus anderer Sicht

Aus der Sicht eines Rabbi

Von Dr.Jamal Badawi, einem ägyptisch-kanadischer Professor erklärt

DR.Norman Finkelstein

In Prag am 22.02.2010

Teil 1 von 11
Alle 11 Videos

Donnerstag, 10. Juni 2010

Studie zur Jugendkriminalität

Presseerklärung
Erklärung zur Studie zur „muslimischen“ Jugendkriminalität - Die Ergebnisse bestimmt die Politik
Der Generalsekretär der Islamischen Gemeinschaft Milli Görüş (IGMG), Oğuz Üçüncü, äußerte sich kritisch zu den Ergebnissen des Forschungsberichts des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen (KFN). „Der Bericht stellt Zusammenhänge her, die es so nicht gibt und zieht Schlüsse, denen jegliche Relevanz fehlt", kritisierte Üçüncü. „Der Erkenntnisgewinn hält sich doch stark in Grenzen.“

Auch wenn es eine gewisse Diskrepanz zwischen den Inhalten des Berichts und der medialen Rezeption gebe, so liege die Verantwortung dafür wiederum bei dem KFN. „Durch das Herstellen von Scheinzusammenhängen zwischen Religion, Integration und Gewalttätigkeit legt das KFN die Basis für den Verdacht, der Islam sei ein Nährboden für Gewalt", sagte Üçüncü. „Eine Relation zwischen unterschiedlichen Zahlen kann man nicht schon dadurch herstellen, indem man sie einfach nebeneinander stellt."

Dabei sei sich das KFN der Schwäche der eigenen Studie sehr wohl bewusst: „Der Studie fehlt es an jeglicher Aussagekraft. Aussagen zu Ursachen und Wirkungen fehlen vollständig. Selbst das KFN weist auf diesen Mangel immer wieder hin. Dennoch kann es sich nicht zurückhalten, auf vermeintliche Zusammenhänge hinzuweisen und Interpretationen anzubieten. Dabei könnte man mit der gleichen Methode die Auswirkungen von Stoff- und Jeanshosen auf die Gewaltbereitschaft von Jugendlichen untersuchen. An der Qualität der Studie würde sich nichts ändern“, sagte Üçüncü. In der Studie wird immer wieder darauf hingewiesen, dass man mit den zugrundeliegenden Daten „zwangsläufig keine eindeutigen Ursache-Wirkungsbeziehungen nachweisen“ könne (Studie S. 91). Dafür sei die Studie als Querschnittsuntersuchung nicht geeignet.

Üçüncü verwies zudem auf den Auftraggeber der Studie: „Es ist das Bundesinnenministerium, das die Fragestellungen formuliert hat. Es hat vorgegeben, ‚welche Themenfelder aus politischer Perspektive von besonderem Interesse sind und welche Schwerpunktsetzung zwischen den einzelnen Themen erfolgen‘ (Studie S. 7) sollen. Die Studie wird sicherlich eines der Arbeitsfundamente für die zweite Islamkonferenz sein. Das KFN hat in der Studie sogar schon die Fragen an die muslimische Seite formuliert. Die in der DIK verbliebenen Teilnehmer sollten sich diese vielleicht schon einmal zu Gemüte führen“, riet Üçüncü.

„Die Definitionen für Begriffe wie ‚Integration‘ und ‚Religiosität‘ sind sehr problematisch. So wird von den Jugendlichen mit Migrationshintergrund einerseits erwartet, dass sie sich als ‚Deutsche‘ verstehen, in der Studie werden sie jedoch durchgehend unter der Kategorie ‚nicht-deutsche‘ zusammengefasst (vgl. S. 12). Auch die Vorstellung von Religiosität ist in der Studie geprägt vom Christentum. Mit den Religiositätsvorstellungen im Islam haben sich die Autoren anscheinend nicht beschäftigt“, stellte Üçüncü fest.

„Auch die Erwartung an Jugendliche mit Migrationshintergrund, für einen guten Integrationsgrad möglichst viele deutsche Freunde vorzuweisen, wird bereits in der Studie relativiert. Wenn deutschen Jugendlichen türkische Nachbarn am unangenehmsten sind, muss die Frage nach den fehlenden sozialen Kontakten wohl aus einer anderen Perspektive gestellt werden. Die Studie erwähnt diesen Umstand jedoch nur beiläufig am Rande“, sagte Üçüncü (vgl. S. 54-55).

Mit dieser Studie sei nicht nur „noch nicht ausreichend belegt, dass der Islam für die dargestellte Problematik direkt verantwortlich gemacht werden kann“(Studie S. 129). „Die Studie kann dieses Vorurteil nicht einmal im Ansatz untermauern“, sagte Üçüncü. „Die Studie blendet viel näherliegende Erklärungsansätze wie den sozialen oder wirtschaftlichen Hintergrund der Jugendlichen aus. Während das KFN in einer früheren Studie den Besuch der Hauptschule als einen eigenständigen Verstärkungsfaktor der Jugendgewalt identifiziert hat (vgl. Studie S. 131), wird diesem eigenen Ergebnis hier keine Beachtung mehr geschenkt“, so Üçüncü. Stattdessen werde wieder nur gefragt, „in welchem Ausmaß die religiöse Erziehung durch den Islam Mitverantwortung [an der Jugendgewalt] trägt“ (Studie S. 131)

Eine unrühmliche Rolle nehme schließlich Rauf Ceylans Imam-Studie in der Studie des KFN ein. „Die stark auf Sicherheits- und Integrationsaspekte fokussierte Studie Ceylans dient den Autoren des KFN als Steigbügelhalter zur vermeintlichen Identifizierung der Ursache des Übels in Person der in Deutschland aktiven Imame. So kann das KFN schon jeden Moscheebesuch als einen Akt der Desintegration darstellen“, sagte Üçüncü weiter(vgl. Studie S. 130).

„Wer den Verlauf und die Ergebnisse der ersten DIK verfolgt hat, den dürften diese Ergebnisse nicht verwundern. Die Studie führt geradewegs zu den Ergebnissen, die das BMI schon in der ersten Phase immer wieder als Annahmen formuliert hat. Nun wird das BMI in der Islamkonferenz sich auf diese vermeintlichen Ergebnisse stützen, die sie aber offensichtlich über die Auswahl von Themenfeldern und Fragestellungen bereits vorgegeben hat“, stellte Üçüncü abschließend fest
Quelle: IGMG-Presseerklärung
Studie-Pdf

Donnerstag, 27. Mai 2010

Rassismus im Gewand der Islamkritik

05.02.2010

Interview mit Kay Sokolowsky

Der Medienkritiker Kay Sokolowsky warnt vor den negativen Folgen der zunehmenden Islamfeindlichkeit für das Zusammenleben zwischen Muslimen und Nicht-Muslimen – und plädiert für Dialog und Aufklärung. Mit ihm hat sich Ramon Schack unterhalten.
class="innertext">Sokolowsky: "Die Feindseligkeit gegen Muslime sorgt dafür, dass immer mehr Deutsche, die türkische oder arabische Wurzeln haben, sich abschotten, weil sie sich von der Mehrheitsgesellschaft verachtet fühlen" In Ihrem neuen Buch "Feindbild Moslem" analysieren Sie die zunehmende Islamfeindschaft in unserer Gesellschaft. Handelt es sich bei diesem Phänomen um gewöhnlichen Fremdenhass im anti-muslimischen Gewand oder wirklich um eine neue xenophobe Grundhaltung, die sich ausschließlich gegen Muslime richtet?
 

In Ihrem neuen Buch "Feindbild Moslem" analysieren Sie die zunehmende Islamfeindschaft in unserer Gesellschaft. Handelt es sich bei diesem Phänomen um gewöhnlichen Fremdenhass im anti-muslimischen Gewand oder wirklich um eine neue xenophobe Grundhaltung, die sich ausschließlich gegen Muslime richtet?

Kay Sokolowsky: Alt ist der Fremdenhass, der sich hier manifestiert. Neu sind die scheinaufgeklärten Gründe, mit denen er sich auftakelt. Ein perfider Trick, der es auf den ersten Blick so aussehen lässt, als habe es mit Ausländerfeindlichkeit nichts zu tun, was die Muslimhasser treiben.

Es ist gesellschaftlich nicht konform, gegen "die Kümmeltürken", "die Kameltreiber" oder "die Knoblauchfresser" zu hetzen. Also weichen die Fremdenhasser auf Schimpfwörter wie "Mohammedaner", "Musel" oder "Kulturbereicherer" aus.

Wollten die, die am Feindbild Muslim bauen, tatsächlich nur vor fanatischen Islamisten warnen, würden sie nicht generell jedem Menschen, der türkische oder arabische Eltern hat, unterstellen, er sei ein potenzieller Selbstmordattentäter, ein "Ehrenmörder" oder Vorkämpfer der Scharia in Deutschland.

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Islam in den Medien-Eine Analyse

14.01.2010


Der Islam in den Medien Teil 1 - Das ZDF Magazin "… - MyVideo

Der Islam in den Medien Teil 2 - Das RTL Magazin "… - MyVideo

Der Islam in den Medien Teil 1 - Das ZDF Magazin "… - MyVideo

Islamfeindlichkeit kommt nicht vom Rand

Erstellt am  05.12.09 @ 09:30:00 von Admin Ausgabedatum:  05.12.09 @ 09:27:22

"Islamfeindlichkeit kommt nicht vom Rand"

 Das Ergebnis des Schweizer [extern] Volksentscheids, der von der Schweizer Volkspartei ([extern] SVP) lanciert wurde, sorgte international für Aufsehen: 57,5 Prozent der Schweizer, die abgestimmt haben, wollen keine Minarette in ihrem Land sehen. Während Rechtsaußenparteien in der Schweiz und in den EU-Staaten triumphieren, gab es kritische bis warnende Worte von Kirchen und Regierungsmitgliedern.


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Freitag, 26. März 2010

Schlägerei im türkischen Parlament

5.02.2010
Gestern kam es zu einem Eklat im türkischen Parlament, und obwohl es im ganzen Land kein anderes Thema mehr gibt, darf man im westlichen Tal der Ahnungslosen vorerst nichts davon wissen.

Wären das nicht gleich mehrere Schlagzeilen wert? Müssten nicht die Nachrichtenticker der Westlichen Welt genüsslich darüber berichten, wie es zu einer im wahrsten Sinn des Wortes Faust-dicken Schlägerei gestern Abend im türkischen Parlament kam? Ein Abgeordneter, der eine Herzattacke erlitt, wurde anschließend ins Krankenhaus gefahren, mehrere Abgeordnete haben zerbrochene Brillen. Was aber war geschehen, und warum hält die Westliche Welt jene Nachricht vorerst zurück?

Im Parlament hatte ein Abgeordneter ein Ereignis geschildert, mit dem er die Regierung angreifen wollte. Ein sehr berühmter türkischer Künstler war aufgrund einer Krankheit in ein größtenteils von Militärs betriebenes Krankenhaus eingewiesen worden. Die Familie jenes Künstlers ist mit der Familie der Ehefrau Emine des Ministerpräsidenten Erdogan schon seit Jahrzehnten gut befreundet (auch vor ihrer Ehe mit Erdogan). Emine rief die Ehefrau des Künstlers an und wollte – wie es im Islam zu der !Pflicht! von nahen Freunden gehört – einen Krankenbesuch abstatten. Die Familie des Kranken war erfreut und wartete auf den Gast. Allerdings fragte man sicherheitshalber bei den Ärzten nach, ob es Probleme angesichts des prominenten Gastes gäben könnte. Die Halbgötter in weiß – und die fühlen sich in der Türkei in solchen Positionen häufig viel “göttlicher“ als ihre Berufskollegen in z.B. Deutschland – sahen keine Probleme aufgrund der Prominenz, verwiesen aber auf das Kopftuch der Ministerpräsidentengattin und dass solch eine Kleidung ungeeignet sei für solch ein Krankenhaus. Daraufhin rief die Familie des Kranken die auf dem Weg befindliche Besucherin an und bat darum, dass man sich “vor“ dem Krankenhaus trifft, aber nicht darin, was dann auch so praktiziert wurde an diesem kalten Wintertag.

Dieses Ereignis wurde gestern im Parlament von einem Abgeordneten der sich den Grauen Wölfen nahe fühlenden Partei geschildert. Aber dessen Absichten bestanden darin, den Ministerpräsidenten zu beleidigen (warum seine Frau auf dem Kopftuch bestehe). Während der Rede behauptete der Redner dann auch noch – um die Sache etwas zu verschärfen – dass der Ministerpräsident von seinen Anhängern wie ein Prophet behandelt werden würde; ein Eklat in einem muslimischen Land, in dem es nur einen letzten Propheten gibt. Es sei an dieser Stelle erwähnt, dass jene ultra-nationalistischen Grauen Wölfe nichts gegen das Kopftuch hatten, bis der Ministerpräsident einen fairen Ausgleich mit den Kurden im Land angestrebt hat!

Der gescholtene Ministerpräsident trat dann vor das Mikrofon, um auf diese Vorwürfe gegen sich und seine Ehefrau nicht auf sich beruhen zu lassen und wollte auf die Situation im Land, auf Freiheitsrechte, auf Besuchsrechte usw. eingehen, aber er kam kaum zu Wort. Lautstark wurde er von der Oppositionsbank angegriffen. Die ihre Chance witternden “Linke“, so weit man in der Türkei jene Partei überhaupt so nennen kann angesichts ihrer militärnahen Gesinnung, verbündete sich ebenfalls lautstark mit den Ultrarechten und es kam zu solch einem Wortduell, in dem Beschimpfungen und Angriffe auf Persönlichkeitsrechte noch das Harmloseste waren. Mehrere Abgeordnete forderten den Ministerpräsidenten lautstark auf, doch mit ihm „nach draußen“ zu gehen, um die Angelegenheit „draußen zu klären“. Obwohl der Ministerpräsident selbst am Mikrofon stand, war seine Stimme kaum zu hören gegen das Gebrüll von den Abgeordnetenbänken. Die Parlamentspräsidentin war hoffnungslos überfordert und ihre mehrfachen Ordnungsrufe wurden schlichtweg ignoriert. Am Ende sah sie sich gezwungen, die Rede des Ministerpräsidenten abzubrechen und die Sitzung für 10 Minuten zu unterbrechen in der Hoffnung, dass sich die Gemüter beruhigen würden. Diese Entscheidung stellte sich allerdings als folgenschwerer Fehler heraus, der dann zu der Massenschlägerei innerhalb des Parlaments führte.

Aus nachvollziehbaren Gründen war die Schlägerei, und wie es dazu kam, das einzige Thema des Folgetages. Aber warum gibt es in der gesamten deutschen Presse kein einziges Wörtchen darüber, noch nicht einmal in einer Nebennotiz? Gibt man heute um 13:30 in Google News den Namen Erdogan ein, gibt es nicht einen einzigen Treffer bezüglich des Eklats! Was also ist der Grund dafür? Warum dürfen die Menschen im Tal der Ahnungslosen wieder einmal etwas nichts erfahren? Jetzt könnte man argumentieren, dass eine Schlägerei im türkischen Parlament keine erwähnenswerte Nachricht sei, aber selbst Schlägereien in Parlamenten von Ländern, über deren Existenz die meisten Deutschen wenig wissen, werden gezeigt, allein schon aufgrund des “Unterhaltungswertes“ und es wird darüber berichtet. Was also ist der Grund, warum diese Schlägerei zumindest eine Weile “zurückgehalten“ wird?

Der Grund könnte darin liegen, dass die in der Westlichen Welt vorgesehene Verteilung von Opfer und Täter hier auf den Kopf gestellt wird. Täter sind “Rechte“ und “Linke“ Hand in Hand und gemeinsam in faschistischer Manier! Opfer sind Muslime, sowohl in einem Krankenhaus, als auch als Besucher von Kranken, als auch im Parlament! Und solch eine Rollenverteilung passt der Berichterstattung der Westlichen Welt absolut nicht!

Der Krankenhaus-Kopftuch-Eklat im türkischen Parlament ist sicherlich nicht weltbewegend. Aber die Ereignisse sind sehr symbolträchtig für die Entwicklung dieser Welt. Denn es ist tatsächlich eine sich zunehmend zionistisch gebärende Linke und eine sich zunehmend faschistisch aufspielende Rechte, die gemeinsam den Kapitalismus zu retten versuchen (die einen durch Umverteilung, die anderen durch Nationalismus), aber beide sich darin einig sind, dass das bestehende Geldsystem, die Zinswirtschaft des Kapitalismus, prinzipiell nicht anzutasten sind. Und es gibt derzeit nur eine einzige Ideologie in der ganzen Welt, welche dieses unmenschliche Geldsystem, diesen menschenverachtenden Kapitalismus ideologisch gefährdet, und das ist der Islam. So wird ein einfacher verhinderter Krankenbesuch in der Türkei ein Symbol für eine ganze Welt, in der wir leben, ohne dass die Beteiligten es jemals vor hatten, solch eine Wirkung zu erzielen.

Es wurde aber noch ein sehr symbolhafter Hinweis deutlich, der Signalwirkung haben sollte. So manches Krankenhaus wird von Verrückten geführt, und das gilt nicht nur für Krankenhäuser in der Türkei oder gar für Krankenhäuser von körperlichen Leiden. Man könnte eher da Gefühl bekommen, dass die Krankenanstalten für das marode westliche Werte- und Geldsystem (die identisch sind), von Verrückten geführt werden, deren gesamtes ideologisches Potential nur noch im Verbieten des Kopftuches besteht.

Die Türkei muss ihre Probleme im Parlament selbst lösen und die Bürger Deutschlands müssen selbst ihre Medien befragen, warum bestimmte Nachrichten ganz offensichtlich – zumindest eine Weile – zurück gehalten werden. Aber den Muslimen bleibt nicht mehr viel Zeit ihre alternativen Wirtschaftsmodelle hinreichend vorzustellen, damit die verbliebenen Vernünftigen in den Westlichen Systemen einen Weg aus der Sackgasse für alle finden.

Quelle: Muslim-Markt

Der Segen des schweizer Minarett-Verbots

19.01.2010




Der Segen des Schweizer Minarett-Verbots


Von Yavuz Özoguz am 30. November 2009 10:26:23:


Der Segen des Schweizer Minarett-Verbots
Es gibt immer noch viel zu viele Muslime in der Westlichen Welt, die glauben, dass man sie in Ruhe beten und fasten lassen würde. Aber sobald sie Gerechtigkeit einfordern, ist es vorbei mit dem ruhigen Beten und Fasten.

Schon lange sind Muslime in der Westlichen Welt nicht nur “Orientalen“. Es gibt zunehmend einheimische Muslime, die sich – im Fall von Deutschland – z.B. als deutsche Muslime fühlen, mit Rechten und Pflichten in Deutschland, mit Verantwortungsgefühl für ihre Heimat Deutschland. Sie sind hier geboren, haben deutsche Eltern, machen hier ihren Zivildienst und Ausbildung und werden auch hier begraben. Sie fühlen sich verantwortlich für ihre Familie und Nachbarschaft. Zur Wahrnehmung dieses Verantwortungsgefühls gehört auch die religiöse Pflicht, dass er sich stets auf die Seite der Schwachen stellt und sich stets für Gerechtigkeit einsetzt. Die Gutmütigkeit vieler Muslime, die zuweilen an Naivität grenzen mag, lässt sie immer wieder einen sehr entscheidenden Vers aus dem Heiligen Qur´an übersehen oder zumindest nicht mit Nachdruck lesen:

„Weder die Juden noch die Nazarener werden mit dir zufrieden sein, bis du ihrer Ideologie folgst (Heiliger Qur’an 2:120).“

Eine besondere Feinheit dieses Heiligen Verses wird aus den meisten Übersetzungen ins Deutsche nicht deutlich. Tatsächlich steht in jenem Vers nicht: „... bis du ihrer Glaubensrichtung folgst“, wie es in vielen Übersetzungen heißt. Denn das dort verwendete Wort ist “Milla“. Es wird alleinstehend oft mit “Nation“ übersetzt, aber auch das trifft den Sinngehalt nur unzureichend, denn damals gab es die Nation im heutigen Sinn noch nicht. Tatsächlich geht es um eine Ideologie, um eine Wertvorstellung. Und die Tatsache, dass in jenem Vers bezogen auf Juden und Nazarener nicht auf deren Glauben, sondern auf deren Ideologie verwiesen wird, verdeutlicht auch, dass der Heiligen Qur´an davon ausgeht, dass jene beiden Gruppen ihre eigenen Werte nicht befolgen, sondern eine vom Judentum und Christentum abweichende Ideologie.

Das Ergebnis jener Ideologie ist in der Volksabstimmung in der Schweiz zu erkennen. Eine Mehrheit von 57 % – so heißt es in den Medien – hat sich gegen weitere Minarette in der Schweiz ausgesprochen, und jenes Gesetz hat jetzt sogar Verfassungscharakter. Damit ist die Schweiz das erste Land der Erde, in dem faktisch der Bau einer Moschee verboten worden ist, selbst wenn die Schweizer das Gegenteil behaupten. Und jenes Verbot ist nicht etwas im Baurecht verankert, sondern in der Verfassung!

Das mag den einen oder anderen Muslim – insbesondere in der Schweiz – schockiert haben, aber wer die Vorstellung hat, eine vergleichbare Abstimmung in Deutschland würde anders ausgehen, der muss in einer Traumwelt leben. Die Schweiz hat mit ca. eine Zehntel der Bevölkerung Deutschlands und entsprechend einem Zehntel der Muslime Deutschlands ganze vier Minarette gehabt, was in etwa auch dem Zehntel der heute in Deutschland bestehenden Minarette entsprechen dürfte (die mit Abstand meisten Moscheen in Deutschland haben kein Minarett). Und die Abneigung der Bevölkerung gegen den Islam und die Muslime dürfte ebenfalls vergleichbar sein. Dabei spielt es wirklich keine Rolle, ob 49% oder 57% einer Bevölkerung Moscheen verbieten wollen. Das Votum in der Schweiz hat aber einen umfassenden Segen für Muslime, der manchem Muslim bisher noch nicht hinreichend bewusst sein dürfte.

Obwohl sicherlich kein Muslim in Deutschland, der Schweiz oder Österreich dafür verantwortlich ist, was in irgendwelchen orientalischen Ländern geschieht, sahen sie sich stets dem Vorwurf ausgesetzt, dass sie zunächst dafür sorgen sollten, den Kirchenbau im Orient zu ermöglichen, bevor sie sich für den Moscheebau in ihrer eigenen Heimat Deutschland, Österreich oder Schweiz einsetzen. Die Beteuerungen der Muslime, dass sie weder Einfluss darauf haben, was im Orient geschieht, noch eine Verantwortung dafür tragen, was andere Staaten entscheiden, wurde nie ernst genommen. Jetzt aber haben alle Muslime ein neues Argument in der Hand, gegen das selbst westliches Kraut nicht gewachsen ist: Natürlich dürfen Christen in allen muslimischen Ländern Kirchen bauen, die dürfen nur keinen Turm haben, keine Glocke, keinen auffälligen als Machtdemonstration zu missverstehenden Eingang, kein als Schlachtschiff umzudeutendes Dach und keine charakteristischen Fenster. Wenn aber irgendwelche Christen sich in einem Hinterhof treffen, wer sollte etwas dagegen haben?

Das Schweizer Signal ist nicht auf die Schweiz begrenzt. Die als Hassprediger gegen den Islam in Deutschland bekannten Politiker haben keinen Tag gewartet, um die Stimmungsmache nach Deutschland zu übertragen und in Österreich haben “Abstimmungen“ im Internet bereits begonnen. Naiv, wenn Muslime glauben, dabei mitmachen zu müssen, um dagegen zu stimmen. Sämtliche Beteuerungen der Menschenrechte, welche die Westlichen Staaten stets einfordern, sind doch nur dazu gedacht, die Welt zu unterdrücken, um die Westliche Dominanz zu zementieren. Sobald aber eines jener von der Westlichen Welt selbst festgelegten “Menschenrechte“ von Muslimen eingefordert werden, haben sie keinen Wert mehr. Das sieht man tagtäglich in Guantanamo, und das sieht man jetzt im faktischen Moscheebauverbot in der Schweiz.

Aus muslimischer Sicht ist ein Minarett in der heutigen technischen Zeit ohnehin nur noch eine Schmuckstück bzw. Touristenattraktion einer Moschee. Für den Bestand und den Betrieb einer Moschee ist das Minarett nicht von entscheidender Bedeutung. Aber aus den Äußerungen der Schweizer Politiker wird klar, dass es bei der Abstimmung gar nicht um ein Gebäudeteil ging, sonder um ein Symbol. Und jenes Symbol steht für Moschee. Wer jenes Symbol verbietet, will in Wirklichkeit die Moschee verbieten. Nach wie vor lassen sich Muslime in den Westlichen Ländern spalten, in Sunniten und Schiiten, in Araber und Türken, in deutschsprachige und sonstige, in “moderne“ und praktizierende Muslime. Aber die Feindschaft richtet sich nicht gegen irgendeine dieser Gruppen, sondern gegen alle gemeinsam.

Obiger Vers aus dem Heiligen Qur´an verdeutlicht noch einen weiteren Aspekt. Es geht nicht um das Beten und Fasten! Es geht darum, dass Muslime religionsbedingt stets auf der Seite der Schwachen und Hilfsbedürftigen der Welt stehen müssen. Es geht darum, dass Muslime Gerechtigkeit in der Politik einfordern. Aber die Westliche Politik – und hier gibt es keinen Unterschied zwischen der Schweiz, Österreich oder Deutschland – steht auf der Seite der Mächtigen, auf der Seite der Guantanamowärter, auf der Seite derjenigen, die die schlimmsten Waffen auf Erden besitzen und einsetzen, auf der Seite der Banken und Besatzer, auf der Seite der Vertreiber und Offensivkriege führenden Mächte dieser Welt! Und da ist es äußerst lästig, wenn jemand ständig Gerechtigkeit einfordert. Politik und Hofberichterstattung tun ihr Bestes, um das Volk gegen jenen neuen Sündenbock aufzuhetzen. Wenn dann – wie im aktuellen Fall – kurz vor einer Wahl die Politiker, die jahrelang gegen Muslime gehetzt haben, die Notbremse ziehen, und darauf verweisen, dass die aktuelle Initiative zu weit gehe, dann können sie den Zug nicht mehr aufhalten, den sie selbst ins Rollen gebracht haben.

Weiterlesen: Muslim-Markt

Islam in den Medien

 

Erstellt am  

18.10.09@11:34:59 vonAdmin Ausgabedatum:  18.10.09 @ 11:24:44

Manipulation- Islam in den Medien

 

Manipulieren Medien? Das ist eine Frage, die sich im Zeitalter totaler Medialisierung JEDE(R) stellen muss.

Wenn wir in den Medien regelmäßig die Begriffe "(radikal) islamisch" oder "islamistisch" hören oder sehen, bringen wir dies - bewusst oder unbewusst - in Verbindung mit Terror.

Seit etwa 1990 entstand - bewusst oder unbewusst - ein Trend, der sich zu einem regelrechten Automatismus entwickelt hat und der bei Medienkonsumenten immer wieder, immer stärker, ein Denkschema etabliert. So werden Bilder von Terroranschlägen mit Bildern einer Moschee in Verbindung gebracht, oder mit Bildern von betenden Muslimen. Oder zum Thema "Gewalt an Schulen" werden für die Schlagzeilen Bilder von kopftuchtragenden Frauen oder allgemein von Migranten gezeigt. Es werden einerseits Bilder aus dem Kontext gerissen, um im Stil aggressiver Werbung aufzufallen, zu suggerieren und einen Reflex zu etablieren, der sich kettenreaktionsartig verbreitet, oder andererseits subtil lenkende Stimmungen erzeugt - diese Bildsprache wird übrigens nicht ausschließlich in puncto Islam verwendet.

Die Hintergründe sind vielschichtig. Dr. Sabine Schiffer, Leiterin des Instituts für Medienverantwortung in Erlangen, gab am 03.06.2009 im Audimax der TU Clausthal einen kleinen Einblick, der für aufmerksame Zuhörer ein großer Ausblick werden kann.


Produktion: Marco Wilkens
Redner: Dr. Sabine Schiffer

Datum: 3.6.2009
Herausgeber: TU Claustha

Dr. Sabine Schiffer

 Audimax der TU Clausthal am 03.06.2009

Video zu sehen bei:

 TU Clausthal

 

Samstag, 20. Februar 2010

Plötzlich geht es rasend schnell. Der Angeklagte Alex Wiens, der am 1. Juli 2009 vor dem Dresdner Landgericht steht, weil er die junge Muslima Marwa El-Sherbiny mit rassistischen Äußerungen beleidigt hatte, zieht ein Messer. Er geht auf die Klägerin los und ermordet sie, vor den Augen ihres dreiährigen Sohnes und ihres Ehemannes. 18-mal sticht er auf die schwangere Frau ein - nur weil sie ein Kopftuch trägt und weil sie es »gewagt« hat, gegen seine antimuslimischen Ausfälle vor Gericht zu ziehen.

Zum Glück handelt es sich bei diesem Mord aus antimuslimischer Motivation bisher um einen Einzelfall. Die Überzeugung jedoch, mit der Wiens glaubte, die »Kultur seines Landes« verteidigen zu müssen, die er durch die bloße Anwesenheit Marwa El-Sherbinys bedroht sah, ist keine Einzelmeinung. Vor dem Mord äußerte der Täter sich in einem Schreiben, mit dem er Einspruch gegen den Strafbefehl einlegte: »Diese ›Frau‹, die ich angeblich beleidigt habe, trug ein Anzeichen von totaler religiöser und kultureller Unterwerfung von den Männern und dem Satangott, nämlich ein Kopftuch. Damit hatte sie Deutschland, seine Geschichte, seine Kultur und deshalb mich beleidigt.«

Ähnlich klingende Vorurteile begegnen uns alltäglich: In Spiegel, Focus, bei Maischberger, Frontal 21 oder aus dem Mund von Politikern. Ob die Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) in einem Interview äußert, das Kopftuch werde als eine »politische Symbolik« »in Deutschland wie international«, als ein »Zeichen für eine kulturelle Abgrenzung und politischen Islamismus« gesehen und sei ein »Symbol für die Unterdrückung der Frau« oder ob der Spiegel zum wiederholten Male Titel bringt wie »Mekka Deutschand - die stille Islamisierung Europas«, »Allahs rechtlose Töchter« oder »Haben wir schon die Scharia?« - alle stimmen ein in das Credo von der Unvereinbarkeit »des« Islams mit »dem« Westen oder mit der »christlich-abendländischen Werteordnung«. Jüngstes Beispiel war Thilo Sarrazin, Ex-Finanzsenator Berlins und SPD-Mitglied, der befand, »etwa zwanzig Prozent der Bevölkerung« in Berlin werden »ökonomisch« nicht »gebraucht«. Denn, so ätzte Sarrazin, eine »große Zahl an Arabern und Türken in dieser Stadt, deren Anzahl durch falsche Politik zugenommen hat, hat keine produktive Funktion, außer für den Obst- und Gemüsehandel«. Und weiter: »Ich muss niemanden anerkennen, der vom Staat lebt, diesen Staat ablehnt, für die Ausbildung seiner Kinder nicht vernünftig sorgt und ständig neue kleine Kopftuchmädchen produziert.«

 Eine repräsentative und umfassende Untersuchung des US-Meinungsforschungsinstituts Gallup hat Muslime aus über 35 Ländern zu ihren Einstellungen befragt. Für Deutschland artikulierten 40 Prozent der Befragten eine »enge Bindung zur Bundesrepublik«. Aus der gesamten Bevölkerung sagen das lediglich 32 Prozent der Bundesbürger von sich.

Die vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge 2009 erstellte Studie über »Muslimisches Leben in Deutschland« bescheinigt, dass 80 Prozent der Migranteninnen und Migranten mit muslimischem Hintergrund eigene Einkommensquellen wie Lohn, Gehalt oder Einnahmen aus Selbständigkeit vorweisen können. Weiterhin wird festgestellt, dass lediglich 30 Prozent der Muslima in Deutschland ein Kopftuch tragen und dass diese Zahl mit der zweiten und dritten Generation weiterhin abnimmt - entgegen der Aussage Sarrazins also. Die CDU-nahe Konrad-Adenauer-Stiftung hat über eben diese Frage im Jahr 2006 eine Studie in Auftrag gegeben. Das Ergebnis: »Junge Musliminnen mit Kopftuch [sind] aufstiegsorientierter als deutsche Frauen insgesamt«. Die Zustimmung zu bestimmten Aussagen fällt bei ihnen teilweise höher aus als bei der Vergleichsgruppe deutscher Frauen. So nimmt für 94 Prozent der Befragten eine gleichberechtigte Partnerschaft einen hohen Wert ein - die deutschen Interviewpartnerinnen lagen weit darunter (81 Prozent). Auch Demokratie als Wert genießt ein hohes Ansehen (89 Prozent) - entgegen aller Aussagen der Ablehnung der demokratischen Grundordnung durch die angeblichen Fundamentalist(inn)en.

Eine schleichende Islamisierung Europas? Zunächst ist festzuhalten, dass ein Zuzugsstopp für sämtliche Nicht-EU-Staatler besteht. Die meisten Einwanderer, mehr als 60 Prozent, stammen aus Ländern der Europäischen Union. Nach Berlin kamen in den vergangenen zehn Jahren überwiegend Menschen aus dem christlich-katholischen Polen (4000-8000), weiterhin Einwanderer aus Frankreich, den USA und England. Türken und Araber kommen als Flüchtlinge, Studierende, Geschäftsleute oder per Familiennachzug - sie machen jedoch nicht einmal fünf Prozent der Gesamtbevölkerung aus.







Obwohl gängige Vorwürfe gegen Muslime wissenschaftlich nicht haltbar sind, werden sie von den Schäubles und Sarrazins dieser Republik immer wieder kolportiert. So schafft man Feindbilder und auch Hass.

Sarrazin weiß: Mit rassistischen Äußerungen, die an ein Grundbedürfnis nach Sicherheit und Wohlstand der Bürger andocken und suggerieren, dieses werde durch eine Gruppe von »Fremden«, die nicht zum »Wir« gehören (dürfen), bedroht, ist der Stimmenfang leicht gemacht. Schließlich lenkt man so erfolgreich von grundlegenden (hausgemachten) Problemen sozialer und ökonomischer Art ab, und muss sich nicht mit realer Krisenbewältigungspolitik, sondern nur mit Scheindebatten befassen. Dieses Konzept ist in der Vergangenheit allzu leicht aufgegangen: Die Regierung Kohl lenkte Anfang der 1990er, als der Einheitstaumel realen sozialen Sorgen wich, die Aufmerksamkeit auf die angebliche »Asylantenflut«. Was folgte, waren die grausamen Übergriffe von Mölln, Solingen und Rostock - Kohl aber blieb weitere vier Jahre im Amt. Auch sein Parteifreund Roland Koch wurde 1999 zum hessischen Ministerpräsident gewählt, nachdem er mit einer Unterschriftenkampagne gegen die doppelte Staatsbürgerschaft zu Felde gezogen war.

Das Schüren irrationaler Ängste durch rassistische Vorurteile funktioniert auch als vorgeschobene Begründung für Kriege und die Ausbeutung von Rohstoffen. Da die hauptsächlichen Vorkommen der bisher wichtigsten Ressource des modernen Kapitalismus, des Erdöls, in Ländern mit muslimischen Bevölkerungen liegen, bietet sich Islamfeindlichkeit als Legitimation für die Eroberung dieser Länder an.

Kapitalismus beruht auf Konkurrenz und Ausbeutung. Solidarität und Sympathie zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft, Sprache oder Religion können, da sie Sozialabbau und Krieg im Wege stehen, durch die Vorwürfe von Terrorismus, Fanatismus und kultureller Fremdartigkeit geschwächt werden. 


Vollständigen Artikel lesen: Marx21